Studieren in München

 

 

Rund ums Studium in München


 

Das Hochschulangebot in München


Hochschule München
Ludwig-Maximilians-Universität MünchenTechnische Universität München Adam-Ries Fachhochschule
Akademie der Bildenden Künste MünchenAMD Akademie Mode & DesignCampus M21 Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern
FOM Hochschule für Oekonomie & Management Globe Business College Munich Hochschule Fresenius Hochschule für Fernsehen und Film
Hochschule für Musik und Theater München Hochschule für Philosophie International School of Management Internationale Berufsakademie der F+U Unternehmensgruppe
Katholische Stiftungsfachhochschule München
Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation
Mediadesign Hochschule für Design und Informatik Munich Business School
SDI München Universität der Bundeswehr München

 

 

 

Wie bewerbe ich mich an einer Hochschule?


Die Bewerbung für den gewünschten Studiengang kann für dich ein zäher Prozess werden, wenn du nicht die nötigen Formalitäten beachtest. Natürlich gibt es verschiedene Bewerbungsprozesse. Während du bei dem einen Studiengang einen bestimmten NC benötigst, musst du bei einem anderen Studiengang an einem Eignungsfeststellungsverfahren teilnehmen. Bestimmte Standards musst du allerdings bei jeder Bewerbung beachten. Wenn du dich im Vorfeld schon um ein paar Dinge kümmerst, ist der Bewerbungsprozess später eine schnelle Angelegenheit.

 

Beglaubigte Kopie vom Schulzeugnis

In den meisten Fällen dient das Schulabschlusszeugnis als Hochschulzugangsberechtigung. Die Hochschulen wollen aber nicht das originale Zeugnis von dir, da die Zeugnisse meistens nach einem Jahr aus Kapazitätsgründen vernichtet werden. Das bedeutet aber nicht, dass du dein Schulzeugnis schnell in den Scanner legen kannst und ein paar Kopien davon machst. Schulzeugnis-Kopien müssen beglaubigt sein.

Du kannst dir normalerweise an deiner Schule beglaubigte Kopien holen. Falls du aber deine alte Schule nicht mehr sehen kannst, hast du die Möglichkeit, beglaubigte Kopien an Behörden (z.B. Meldestellen), Botschaften oder von Notaren anfertigen zu lassen.

Kopie des Personalausweises oder Passes

Zu den Basics gehört auch die Kopie des Personal-Ausweises oder des Reisepasses. Also gleich mal einscannen und am besten abspeichern, dann hast du später nicht mehr das Problem, dass du dich auf die Suche nach einem Scanner machen musst. Denn die Kopie des Personalausweises brauchst du für viele andere Angelegenheiten später auch. Deshalb mach eine Kopie und speichere sie bei dir ab.

Krankenversicherungsnachweis

Jeder Studierende in Deutschland muss nachweislich eine Krankenversicherung haben. Eine Immatrikulation erfolgt im Normalfall erst, wenn du alle notwendigen Nachweise erbracht hast. Und dazu gehört eben auch der Nachweis eines Krankenversicherungsschutzes. Wenn du Studierender ab dem 14. Fachsemester oder Promotionsstudierender bist oder das 30. Lebensjahr vollendet hast, ist ein Versicherungsschutz kein Muss.

Für gesetzlich Versicherte: Fordere bei deiner Kranken- oder Familienversicherung einen Nachweis für die Hochschule an. Eine einfache Mitgliedsbescheinigung oder eine Kopie der Krankenkassenkarte reicht normalerweise nicht!

Für privat Versicherte: Die Hochschulen benötigen einen Nachweis über die Befreiung von der gesetzlichen Versicherungspflicht. Diesen Nachweis bekommst du von der gesetzlichen Versicherung, bei der du versichert gewesen bist, bevor du zur privaten Versicherung gewechselt hast. Wenn du noch nie gesetzlich versichert warst, kannst du zu einer beliebigen gesetzlichen Versicherung gehen und den Nachweis anfordern. Mitgliedsbescheinigung oder Kopie der Krankenkassenkarte ist auch hier nicht gültig!

 

 

 

Studieren im Ausland – ein Reiz für viele junge Leute


Für viele Studenten ist ein Auslandssemester besonders reizvoll. Sei es, dass du deine Sprachkenntnisse im Ausland auffrischen oder einfach nur etwas von der Welt sehen möchtest. Deine Hochschule kooperiert im Normalfall mit Hochschulen im Ausland. Allerdings musst du viele Dinge beachten, wenn du ein Auslandssemester machen möchtest. Wir haben für dich alle wichtigen Informationen hierzu zusammengesammelt und zum Ende bieten wir dir eine Checkliste, damit die die wichtigsten Punkte stets im Kopf hast.

Download: Checkliste für die Planung deines Auslandssemesters

 

 

Was ist ein Auslandssemester und wie funktioniert es?

 

Auslandserfahrungen sind eine tolle Referenz und bringen dich in vielen Studienfächern fachlich und menschlich weiter. Für sie musst du nicht gleich dein ganzes Studium im Ausland verbringen, in sehr vielen Fachbereichen besteht die Möglichkeit zu einem oder mehreren Auslandssemestern. Auch deine Hochschule kooperiert mit Sicherheit mit ausländischen Universitäten und bietet dir im Austausch die Möglichkeit, ein oder zwei Semester in einem fremden Land zu verbringen. Mit welchen Schulen kooperiert wird, findest du im Normalfall auf dem Internetauftritt deiner Hochschule.

 

Kurse und Studienorte beim Auslandssemester festlegen

Beim Studienstandort im Ausland bist du an die Kooperationen deiner Hochschule gebunden. Anders sieht es mit den Fächern aus, die du während des Studiums im Ausland belegst. Hier kannst du dich ganz flexibel für das ausländische Kursangebot entscheiden und so Inhalte belegen, die dich interessieren und in deinem Studium weiterbringen. Natürlich ist es in deinem Interesse, viele dieser Veranstaltungen an deiner Hochschule anrechnen zu lassen, damit du im Studium vorankommst und du nicht zu viel Zeit verlierst. Welche Fächer und Prüfungsnachweise aus dem Ausland anerkannt werden, klärst du im Vorfeld mit deinem Prüfungsamt deiner Hochschule ab.

Weitere Fakten rund ums Auslandssemester

Angebote für Auslandssemester stehen für Bachelor- und Masterstudiengänge bereit und umfassen Grundkurse wie weiterführende Veranstaltungen. In der Praxis ist es etabliert, dass die ersten Semester eines Studiengangs an der heimischen Hochschule absolviert und gegen Mitte oder Ende des Studiums ein oder zwei Auslandssemester belegt werden. Grundsätzlich kannst du auch ohne ein spezielles Programm für ausländische Studierende einige Semester im Ausland absolvieren, allerdings solltest du hier mit vielen Formalitäten rechnen.

 

Bei Hochschulen ohne solches Programm wirst du schließlich als echter Vollstudent eingestuft und musst diverse Nachweise und Bescheinigungen vorlegen, die bei einem Austauschprogramm keine Rolle spielen. Hier heißt es also, sich eher am angebotenen Programm der eigenen Hochschule zu orientieren. Die Finanzierung eines Auslandssemesters wird schnell teurer als bei einem einheimischen Studium. Deshalb ist es im Vorfeld wichtig, diese Finanzierung abzuklären. Beispielsweise kann dir BAföG für die Auslandssemester zustehen, selbst wenn du beim Studium in Deutschland keine Ansprüche auf diese Förderleistungen hast. Wie du merkst, solltest sämtliche Schritte rund um das Auslandssemester sehr gut geplant werden!

 

 

Wie sollte ich mein Auslandssemester planen, damit alles glatt geht?

Die Planungen für dein Auslandssemester sollten möglichst ein Semester vor Antritt beginnen. Jeder Anbieter eines solchen Auslandsprogramms setzt Fristen, bis wann deine Unterlagen eingegangen sein müssen. Hierbei geht es vorrangig um die Bewerbung für das Auslandssemester selbst, Formalitäten wie Krankenversicherung oder finanzielle Förderung lassen sich nach der Bestätigung zur Teilnahme im Laufe der Zeit abklären.

 

Was du bei den Planungen bedenken solltest

Das Auslandssemester sollte dich persönlich und fachlich voranbringen. Bevor du voreilig in ein Auslandssemester durchstartest, solltest du deshalb alle Ebenen eines solchen Schrittes durchdenken. Bietet die ausländische Hochschule tatsächlich Veranstaltungen, die dir auf dem Weg durch dein Studium helfen? Beherrschst du die Sprache, die im entsprechenden Ausland gesprochen wird oder werden die Veranstaltungen ausnahmslos auf Englisch abgehalten? Antworten hierauf bekommst du vom Ansprechpartner für Austauschprogramme an deiner Hochschule, nur gut informiert solltest du dich für diesen Schritt entscheiden. Denn im Zweifelsfall verlierst du womöglich ein wichtiges Semester dadurch und bist enttäuscht.

Richtig für das Auslandssemester bewerben

Für eine erfolgreiche Bewerbung sollte deutlich werden, dass du gewissenhaft studierst und in den letzten Jahren gute Fortschritte in deiner akademischen Ausbildung gemacht hast. Außerdem wird ein Motivationsschreiben verlangt, in dem du angibst, warum dich ein Auslandssemester interessiert und wieso gerade du hierfür geeignet bist. Neben speziellen Formularen, die dir von Organisationen für Auslandssemester deiner Hochschule angeboten werden, solltest du schriftlich ausreichende Sprachkenntnisse für das Studienland nachweisen können. Sollten diese fehlen, kannst du an vielen deutschen Hochschulen entsprechende Sprachkurse belegen, die europaweit einheitlichen Standards folgen.

Was brauch ich noch?

Je nach Ausland benötigst du ein Visum bzw. eine Aufenthaltsgenehmigung für die Zeit deines Aus-landsstudiums. Innerhalb der EU ist dies unkompliziert, vor allem beim Studium in Übersee spielt dies eine Rolle. Deine Krankenversicherung übernimmt üblicherweise einen Auslandsaufenthalt von einem Semester, die Hinzunahme einer Auslandskrankenversicherung auf privater Basis kann sich lohnen. Bei exotischen Studienländern werden Impfungen eingefordert. Ob es weitere Auflagen für das Auslandssemester gibt und du z. B. bestimmte Studiennachweise für die Genehmigung vorlegen musst, hängt vom Einzelfall ab und sollte explizit bei den entsprechenden Organisationen deiner Hochschule angesprochen werden.

 

Wie kann ich mir mein Auslandssemester finanzieren?

Ähnlich wie für dein Studium in Deutschland musst du auch dein Auslandsstudium auf finanziell sichere Beine stellen. Der Erfahrung nach erwarten dich beim Auslandssemester höhere Kosten als in Deutschland, z. B. weil du eine eigene Wohnung anmieten musst und nicht mehr bei deinen Eltern wohnen kannst. Für die Finanzierung des Auslandssemesters gibt es verschiedene Formen der Förderung, die wir im Folgenden kurz vorstellen möchten.

Das Erasmus Förderprogramm

Unter dem Begriff Erasmus wird ein Förderprogramm der Europäischen Kommission verstanden, das speziell für Studenten während eines Auslandssemesters ins Leben gerufen wurde. Das Programm soll die Vernetzung zwischen allen Hochschulen in Europa vorantreiben, wofür finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Auf diese kannst du dich vor deinem Auslandssemester bewerben, wobei du fast die gleichen Dokumente wie bei der generellen Bewerbung zum Auslandssemester vorlegen musst. Die Fördergelder musst du anders als bei einem Studienkredit oder bei BAföG nicht zurückzahlen. Besonderer Vorteil ist zudem, dass an den jeweiligen Hochschulen Ansprechpartner von Erasmus sitzen, die dir bei allen Fragen rund um dein Studium im Ausland behilflich sind.

Auslands-BAföG

Die Finanzierung des Auslandssemesters über BAföG funktioniert genauso wie für dein inländisches Studium. Der Unterschied ist, dass die Förderbeträge während des Auslandsaufenthaltes höher als beim Studium in Deutschland ausfallen. Solltest du bereits

BAföG beziehen, kannst du also mit einer Erhöhung deines Fördersatzes rechnen. Zudem kann dir BAföG für die Zeit im Ausland zustehen, selbst wenn du während des Studiums in Deutschland nicht gefördert wirst. Details hierzu sowie die Möglichkeit zur Antragsstellung auf Auslands-BAföG bietet dir das BAföG-Amt deiner Hochschule.

KFW-Studienkredit

Speziell für die Zeit während des Auslandsaufenthaltes kannst du einen KfW Studienkredit abschließen. Die Höhe des Kredits kann pro Monat auf 100 bis zu 650 Euro festgelegt werden. Anders als beim BAföG musst du keine Nachweise erbringen, dass du tatsächlich bedürftig bist und das Geld für eine gesicherte Finanzierung deines Lebens benötigst. Für die Vergabe des KfW Studienkredits ist es somit auch zweitrangig, ob du während des Bezugs in Deutschland oder im Ausland studierst. Ausführliche Informationen zu diesem Thema findest du in unserer Kategorie zum KfW Studienkredit.

Auslandsstipendium

Bund und Länder bieten ebenso wie private Stiftungen und Organisationen Stipendien für Studierende aller Fachbereiche an. Manche dieser Stipendien werden explizit für den Auslandsaufenthalt angeboten und deshalb nur für ein oder zwei Semester gewährt. Wer solche Stipendien vergibt und wie genau das Bewerbungsverfahren hierfür abläuft, kannst du unserer umfangreichen Beschreibung in der Kategorie Stipendium entnehmen.

Download: Hol dir jetzt die Checkliste zur Planung deines Auslandssemsters

 

 

 

Fahrttickets und Mensen – was bietet München alles für seine Studenten?


Das Leben in München ist schon teuer genug. Deshalb solltest du sparen, wo es nur geht und das fängt bei den öffentlichen Verkehrsmitteln an. Seit dem Wintersemester 2013/2014 gibt es für die Studenten mehrerer Münchner Hochschulen die Möglichkeit, sich ein Semesterticket zu holen. Und wie du sehen wirst, kann man da einiges sparen. Sparen kannst du auch beim Essen. Wenn du nicht genügend Geld hast, jeden Tag ein anderes Restaurant zu besuchen oder dir zu wenig Zeit bleibt, um ständig zu kochen, bietet sich eine Mensa an. Das Studentenwerk München betreibt 33 Mensen, Mensarien/StuBistros, StuCafés und Espressobars in und um München.

 

 

Das Semesterticket – ein Angebot der MVG

Seit dem Wintersemester 2013/2014 hast du als Studierende ausgewählter Hochschulen in München die Möglichkeit, ein Semesterticket zu erwerben. Damit sparst du dir eine Menge Geld und kannst alle für den Verbundverkehr freigegebenen Verkehrsmittel der 2. Klasse (dazu gehören S-Bahn, U-Bahn, Tram, Bus und freigegebene Regionalzüge) nutzen.

 

Wer darf das Semesterticket alles nutzen?

Wenn du an einer der folgenden Hochschulen immatrikuliert bist, kannst du dich freuen. Du kannst dir ein Semesterticket holen! Das gilt auch für immatrikulierte Promotionsstudierende.

tumsdilmukatholische stiftung
Hochschule für Musik und KunstHochschule MünchenAkademie der Bildenden Künste München

 

Wie setzt sich das Ticket zusammen und was kostet es?

Das Ticket besteht aus dem Sockelticket und dem Semesterticket, welches du dir hinzukaufen kannst. Das Sockelticket ist dein validierter Studentenausweiß, der in Kombination mit einem Lichtbildausweis gültig ist. Durch die Zahlung des Solidarbeitrags, kannst du eh schon gewisse Dienstleistungen der MVG nutzen. Das eigentliche Semesterticket ist die „IsarCard Semester“.

 

Wo krieg ich das Semesterticket her?

Das Semesterticket kannst du an den Automaten der MVG, den Automaten der DB und BOB, in den Kundencentern und privaten Verkaufsstellen der MVG, sowie in den MVV-Regionalbussen kaufen. Du brauchst dafür deine Matrikelnummer. Studenten der HM benutzen die Kartennummer ihres Studentenausweises. Mit der ausgegebenen Quittung kannst du dir gegen 5 € Bearbeitungsgebühr einmalig eine Ersatzkarte ausstellen lassen.

 

Und so funktionierts:

 

Wann ist das Semesterticket gültig?

Hochschule
Wintersemester
Sommersemester
Akademie der Bildenden Künste01.10. bis 31.03.01.04. bis 30.09.
Hochschule für Angewandte Sprachen01.10. bis 14.03.15.03. bis 30.09.
Hochschule München01.10. bis 14.03.15.03. bis 30.09.
Hochschule für Musik und Theater01.10. bis 31.03.01.04. bis 30.09.
Katholische Stiftungsfachhochschule01.10. bis 31.03.01.04. bis 30.09.
Ludwigs-Maximilians-Universität01.10. bis 31.03.01.04. bis 30.09.
Technische Universität01.10. bis 31.03.01.04. bis 30.09.

 

 

Wie profitiere ich als Student von dem Münchner Mensa-Angebot?

Das Studentenwerk München betreibt insgesamt 33 unterschiedliche Mensen, Mensarien/StuBistros, StuCafés und Espressobars. Hier hast du eine Übersicht:

 

 

Was muss ich zum Mensa-Angebot und der notwendigen Legic-Karte alles wissen?

 

Wer
Im Prinzip jeder. Studierende der Technischen Universität, der Hochschule Weihenstephan, der Hochschule München und der Hochschule Rosenheim können mit ihrer StudentCard bargeldlos zahlen. Für alle anderen Gäste gibt es die Legic-Karte. Die Legic-Karte ist eine Bezahlkarte für viele Geräte an den Hochschulen. Es gibt eine Legic-Karte für Studierende, Bedienstete und Gäste. Je nach dem variieren auch die Preise der Gerichte.
Wo
Die Karte bekommst du an den Servicebüros und Infopoints der Mensen.
Was
Studierende: Gültige Immatrikulationsbescheinigung und Personalausweis falls Student an einer der folgenden Hochschulen:

- Ludwig-Maximilians-Universität München

- Technische Universität München

- Akademie der Bildenden Künste, München

- Hochschule für Musik und Theater München

- Hochschule für Fernsehen und Film, München

- Hochschule für Politik, München

- Hochschule für angewandte Wissenschaften

- Fachhochschule München

- Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

- Hochschule Rosenheim

- Sprachen- und Dolmetscherinstitut

- Blocherer Schule

- Katholische Stiftungsfachhochschule, Abt. Benediktbeuern

- Katholische Stiftungsfachhochschule, Abteilung München

Bedienstete: Personalausweis und gültige Arbeitsbescheinigung bzw. Dienstausweis

Nichtstudierende: Erwerb einer Gästekarte

Wie
Die Legic-Karte kostet 10 Euro (6 Euro Kaution / 4 Euro Guthaben).

 

 

 

Studium und Arbeit


Ob die erste eigene Wohnung, Versicherungen oder Lernmaterialien – ein Studium kostet Geld. Ein Großteil der Studenten in Deutschland arbeitet neben ihrem Studium, um die Kosten des täglichen Lebens abzudecken. Es gibt viele verschiedene Arten eines Studentenjobs, die sich nicht nur in den Arbeitszeiten und den Verdienstmöglichkeiten unterscheiden. Je nach Studentenjob musst du auch Auswirkungen auf deine Bafög-Leistungen oder die Höhe des Krankenkassenbeitrags beachten, worauf wir dich in der jeweiligen Unterkategorie der einzelnen Jobarten hinweisen möchten!

 

 

Was muss ich als Student beim Thema Lohnsteuer beachten?

Viele Arbeiten bis auf den Minijob mit der Verdienst-Grenze von 450 Euro werden “auf Lohnsteuerkarte” ausgeführt. Diese Karte wurde bis vor wenigen Jahren jedes Jahr aufs Neue per Post zugeschickt und existiert heute nur noch in elektronischer Form. Die Karte wird dem Arbeitgeber zugestellt, bei dem du als Werksstudent arbeitest. Da du mehr als 450 Euro verdienst, musst du eine Lohnsteuer an den Staat zahlen, die automatisch von deinem Arbeitgeber einbehalten und abgeführt wird. Allerdings kannst du je nach Höhe deines Einkommens die Lohnsteuer per Steuererklärung zurückfordern.
Solltest du mit deinem Jahreseinkommen unter dem gesetzlichen Grundfreibetrag bleiben, der ab 2014 bei 8.354 Euro plus 1.000 Euro Werbungskostenpauschale liegt, bist du von der Lohnsteuer befreit. In diesem Fall erhältst du den einbehaltenen Anteil deines Einkommens ausgezahlt. Mache also in jedem Fall eine Steuererklärung, wenn du mehr als bei einem Minijob verdienst und dein Arbeitgeber deshalb Lohnsteuer einbehält. Als Freiberufler oder Selbstständiger ohne direkten Arbeitgeber musst du anders versteuern, was dir unsere Unterkategorie aufzeigt.

 

 

 

Welche Auswirkung hat ein Studentenjob auf meine sonstigen Lebensbereiche

Leider kannst du bei einem Studentenjob nicht einfach so Geld nebenher verdienen. Je nach Höhe deines monatlichen Einkommens hat dies Auswirkungen auf andere Zahlungen, die an dich gehen. Auch die Höhe des Beitrags zur Krankenversicherung hängt von deinen monatlichen Einnahmen ab. Im Folgenden sollen kurze Hinweise zu den verschiedenen Einschränkungen gegeben werden, mehr findest du in der konkreten Beschreibung des jeweiligen Jobs.

 

Studentenjob und Bafög

Bei der Gewähr von Bafög bleiben die ersten 4.800 Euro eines Jobs pro Jahr anrechnungsfrei. Auch bei einem Minijob, bei dem du seit 2013 450 Euro durchschnittlich im Monat als Verdienst haben darfst, kann sich die Bafög-Zahlung also reduzieren. Sollte der Fall eintreten, dass du wöchentlich mehr als 20 Stunden arbeitest, entfällt grundsätzlich der Anspruch auf Bafög-Leistungen, unabhängig von Art und Höhe der Einnahme im Studentenjob.Natürlich musst du zu jeder Zeit die Art deines Studentenjobs sowie eventuelle Veränderungen wahrheitsgemäß beim Bafög-Amt melden. Denn wenn du deine Einnahmen erst gegen Ende des Zeitraums meldest, wirst du enorme Rückzahlungenstemmen müssen.

Studentenjob und Kindergeld

Seit 2012 ist es egal, wie viele Stunden du als Student nebenher arbeitest und wie viel du dabei verdienst. Das Kindergeld bekommen auch volljährige Kinder bis zum 25. Lebensjahr unter Berücksichtigung ihres Ausbildungsstatus. Und als Student bist du dafür berücksichtigt. Wie du selbst erkennst, bringt jeder Studentenjob seine eigenen Herausforderungen und Tücken mit sich, die wir dir gerne in den folgenden Unterkategorien aufzeigen.

So findest du schnell heraus, ob die Arbeit als Werksstudent, ein klassischer Minijob oder eine andere Beschäftigung für dich die beste Wahl neben einem erfolgreichen Studium darstellt.

 

Studentenjob und Krankenversicherung

Studenten sind als Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung üblicherweise pflichtversichert. Wenn du mehr als nur einem Minijob nachgehst, musst du deshalb einen monatlichen Beitrag zahlen. Wie hoch dieser ausfällt, hängt von deinen Einnahmen ab, bei der Ausführung eines Studentenjobs dürfte die studentische Pauschale von aktuell 64,77 Euro angesetzt werden. Hinzu kommt ein Anteil zur gesetzlichen Pflegeversicherung, der momentan um die 13 Euro je nach Alter und Familienstand liegt. Gehst du keinem Job nach bzw. verdienst nicht mehr als bei einem Minijob und bist noch nicht 25 Jahre alt, kannst du kostenlos in der Familienversicherung abgesichert bleiben.

 

 

 

Welche Studentenjobs stehen mir neben dem Studium zur Verfügung


Grundsätzlich stehen dir vier Arten von Studentenjobs offen. Das erste ist die Arbeit als Werksstudent, d. h. du arbeitest bei einem richtigen Wirtschaftsunternehmen und übernimmst hier kleinere Aufgaben und Prozesse, die speziell an Studenten vergeben werden. Der Job als Werksstudent wird ganztags in den Semesterferien oder nebenbei während der Vorlesungszeit angeboten und bietet je nach Branche gutes Geld. Zwei Varianten mit einer etwas geringeren Bezahlung sind der Aushilfsjob sowie der Minijob. Beide können auch während des Semesters ausgeführt werden und bieten dir über wenige Stunden in der Woche einen kleineren Hinzuverdienst.

Bei einem Aushilfsjob wird frei über das Einkommen verhandelt, während die Einnahmen beim Minijob vom Gesetzgeber auf maximal 450 Euro im Monat beschränkt sind. Schließlich hast du die Möglichkeit, als Selbstständiger oder Freiberufler zu arbeiten. Ohne einen direkten Arbeitgeber oder eine Festanstellung verdienst du mit einer kreativen Idee etwas nebenher und kannst dir deine Zeit hierbei frei einteilen. Als Freiberufler bist du sehr flexibel, musst aber je nach Geschäftsidee und gewünschten Einnahmen viel Zeit neben dem Studium investieren.

 

 

Der Werkstudentenjob – studiumbezogene Erfahungen mit gutem Verdienst

Als Werkstudent kannst du praktische Erfahrungen in Unternehmen sammeln, in denen du nach Abschluss eines Studiums als Vollzeitjob unterkommen könntest. Natürlich kannst du auch als Werkstudent in einer anderen Branche zum Einsatz kommen, wenn du motiviert bist und das Anforderungsprofil erfüllst. Die Arbeit als Werkstudent in den Semesterferien ist besonders verbreitet, eine Tätigkeit dieser Art während der Vorlesungszeit ist allerdings nicht ausgeschlossen. Die Verdienstmöglichkeiten sind relativ gut, außerdem genießt du einige Vorteile wie in der gesetzlichen Krankenversicherung.

 

Arbeitszeiten und Verdienstmöglichkeiten als Werkstudent

Die Arbeitszeiten sind je nach Arbeitgeber sehr verschieden, der Gesetzgeber setzt allerdings Grenzen. So darfst du während der Vorlesungszeit maximal 20 Stunden in der Woche für deinen Arbeitgeber tätig werden, in den Semesterferien gilt diese Einschränkung nicht. Innerhalb eines Kalenderjahres darfst du höchstens 26 Wochen mit mehr als 20 Stunden arbeiten. Verletzt du diese Grundlagen, bist du in den Augen des Gesetzgebers nicht mehr hauptsächlich Student, sondern Arbeitnehmer. Dies wirkt sich vor allem auf deine Nebenkosten im gesetzlichen Versicherungssystem aus und sollte vermieden werden. Die Verdienstaussichten sind im Vergleich zu Aushilfs- oder Minijobs für Studenten meist höher. Mit einem Durchschnittsstundenlohn von 10 Euro kannst du dir gutes Geld nebenher verdienen. Aber beachte, dass der Arbeitgeber bei Einnahmen, die höher als 385 Euro im Monat sind, deinen Anteil an Lohnsteuer einbehält und du eine Einkommensteuererklärung einreichen musst, um diesen Anteil zurückzuholen.

 

Vor- und Nachteile der Arbeit als Werkstudent

Wenn du eine Werkstudentenstelle in deinem entsprechenden Fachbereich findest, winken dir gute bis sehr gute Verdienstmöglichkeiten sowie interessante Einblicke in deinen möglichen späteren Arbeitsplatz gehören sicherlich zu den Vorteilen dieser Anstellung. Nachteil ist der relativ hohe Zeitaufwand, den viele Jobs dieser Art mit sich bringen. Ganztagsjobs rauben euch in den Semesterferien die Zeit zum Erholen oder Lernen. Selbiges gilt, wenn die Anstellung während der Vorlesungszeit mit maximal 20 Stunden fortgeführt werden soll. Hier heißt es, die Arbeit perfekt an deinen Stundenplan während des Semesters anzupassen.

Was du steuerlich beachten musst als Werkstudent

Da bei Jobs für einen Werkstudenten meist mehr als bei Minijobs im Umfang von 450 Euro monatlich verdient wird, bist du formal lohnsteuerpflichtig. Der Arbeitgeber hält deshalb den Anteil der Lohnsteuer ein und führt diese ans Finanzamt ab. Abhängig von deinen Jahreseinnahmen kann es sein, dass du den Grundfreibetrag von 8.354 Euro (Stand 2014) zuzüglich einer Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro pro Kalenderjahr nicht übersteigst. In diesem Fall bist du steuerlich befreit. Ein zusätzlicher Minijob mit maximal 450 Euro monatlichem Verdienst ist ohnehin hiervon befreit.

 

Welche Besonderheiten gelten in der Krankenversicherung

Als Werkstudent unterliegst du keiner Versicherungspflicht und musst weder Beiträge zur Kranken-, Pflege- oder Arbeitslosenversicherung im Rahmen deiner beruflichen Tätigkeit zahlen. Natürlich musst du dich als Student versichern. Und wenn du mehr als 385 Euro monatlich in deiner Werkstudententätigkeit verdienst, musst du dich eigenständig versichern. Damit die Beiträge nicht zu hoch sind, gibt es eine studentische Krankenversicherung. Für diese studentische Krankenversicherung darfst du die 20 Wochenstunden nicht überschreiten und musst die besagte 26-Wochen-Regelung beachten. Ferner musst du nachweislich deinem Studium nachgehen. Die Höhe deines Einkommens hat keine Auswirkung auf die studentische Krankenversicherung.

 

Andere Jobs, Überstunden & Co. – ist das als Werkstudent erlaubt?

Vielleicht merkst du, dass die Arbeit als Werkstudent nicht ausreicht, um deine monatlichen Kosten zu decken. Möchtest du während des Semesters einer weiteren Arbeit nachgehen, ist dies natürlich möglich, allerdings kommt es zu einigen Einschränkungen. Am wichtigsten ist, dass du die 20-Stunden-Regelung während der Vorlesungszeit beachtest. Außerhalb der Vorlesungszeit darfst du mehr arbeiten, hier kannst du z. B. neben deiner Tätigkeit als Werkstudent auch noch einen Minijob annehmen. Bitte beachte in jedem Fall die 26-Wochen-Regelung. Denke bitte auch daran, dass du deinen Status als Student mit all seinen Privilegien verlieren kannst, wenn du eine dieser Grenzen verletzen solltest und deshalb in den Augen des Gesetzgebers als vollwertiger Arbeitnehmer eingestuft wirst. Gelegentliche Überstunden dürfen auftreten, sollten jedoch nicht den Regelfall darstellen. Die Höhe deines Einkommens ist zweitrangig für die Bewertung, diese spielt alleine in die Versteuerung ein.

 

 

Der Aushilfsjob – die reizvolle Einnahmemöglichkeit für wenige Tage im Jahr

Aushilfsjobs sind eine lukrative Alternative zur längerfristigen Anstellung als Werkstudent. Der Aushilfsjob ist vergleichbar mit einem Minijob, allerdings nicht mit einer monatlichen Einnahmegrenze von 450 Euro versehen. Stattdessen darfst du bei dieser Art von Job maximal 50 Tage bzw. zwei volle Monate im Jahr nachgehen. Typische Beispiele für Aushilfsjobs sind die Teilnahme an einer Inventur großer Einzelhändler oder das Einspringen bei Unternehmen der Gastronomie oder des Hotelgewerbes. Ob du die 50 Tage am Stück oder in unregelmäßigen Abständen abarbeitest, ist dabei egal.

 

Verdienstmöglichkeiten und Arbeitszeiten bei Aushilfsjobs

Manche Aushilfsjobs geben dir lediglich halbtags eine Verdienstmöglichkeit, andere finden ganztags und sogar am Wochenende statt. Bei vielen Aushilfsjobs wird eine gewisse zeitliche Flexibilität verlangt, z. B. dass du in einem Team für fehlende Personen einspringen kannst – dies kann während der Vorlesungszeit schwierig werden. Die Verdienstmöglichkeiten sind vielfältig und abhängig von Tätigkeit und Branche. Bei einem Aushilfsjob kannst du mit mehr als 450 Euro im Monat rechnen. Bedenke bitte, dass du einen Aushilfsjob maximal zwei Monate am Stück ausführen darfst. Durch einen solchen Job erhältst du also eher einen kleinen Zuschuss zu deinen Jahreseinnahmen, der bei mehreren Hundert Euro anfängt und im besten Fall 2.000 oder 3.000 Euro erreicht.

 

Vor- und Nachteile eines Aushilfsjobs im Profil

Aushilfsjobs sind vielfältig und werden von unzähligen Unternehmen aller Branchen vergeben. Gerade in echten Studentenstädten sind solche Jobs in diversen Formen zu finden und geben dir die Möglichkeit, etwas Geld hinzuzuverdienen. Da Aushilfsjobs anders als Minijobs bezahlt werden, kannst du mit der richtigen Tätigkeit binnen kurzer Zeit eine reizvolle Einnahme verzeichnen, für die noch nicht einmal eine Sozialversicherungspflicht gegeben ist. Nachteil des Aushilfsjobs ist die begrenzte Zeitspanne, die du ihn innerhalb eines Jahres ausüben darfst. Solltest du nach einer regelmäßigen Einnahmequelle suchen, um dein Studium zu finanzieren, ist der Aushilfsjobs nicht geeignet. Hier wirst du besser als Werkstudent tätig oder kümmerst dich um einen Minijob, falls dir Einnahmen von 450 Euro im Monat ausreichen sollten.

 

Was du steuerlich beim Aushilfsjob beachten musst

Solltest du mit deinen Einnahmen aus dem Aushilfsjob über 450 Euro gelangen, kann es zu Anstellung mit oder ohne Lohnsteuerkarte kommen. Möglich wird eine Lohnsteuerpauschalierung durch den Arbeitgeber, der die anfallenden Lohnkosten komplett alleine trägt. Üblicher ist es, die Lohnsteuerkarte einzureichen, wonach der Arbeitgeber den entsprechenden Anteil an Lohnsteuer ans Finanzamt abführt. Der Anteil kann zurückgefordert werden, wenn du als Student jährlich nicht auf den Grundfreibetrag von 8.354 Euro (Stand: 2014) kommst. Hierbei sind natürlich Einnahmen aus all deinen Jobs zu berücksichtigen.

 

Muss ich Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen?

Bei einem Aushilfsjob musst du nicht automatisch Beiträge einzahlen. Solltest du dich an die 50-Tage-Regelung halten bzw. maximal zwei Monate bei einer echten Werktagswoche von fünf Tagen arbeiten, kannst du auf die Beitragsbefreiung hoffen. Diese tritt dann ein, wenn dein Einkommen nicht mehr als 450 Euro auf den Monat umgerechnet beträgt. Aushilfsjobs mit anderen Jobs kombinieren – funktioniert das? Wenn du einen größeren Job als Werkstudent ausübst und zusätzlich einen Aushilfs- oder Minijob hast, stellt dies im Hinblick auf dein Einkommen und deine Sozialabgaben kein Problem dar. Für deine Haupttätigkeit musst du eine Steuererklärung abgeben und zahlst Beiträge ins gesetzliche Sozialversicherungssystem, wie es nach der Einkommenshöhe deines Jobs vorgeschrieben ist. Die Einnahmen aus deinem Aushilfs- oder Minijob bleiben unberücksichtigt, sofern die Einnahmen monatlich 450 Euro nicht übersteigen. Solltest du einen Job als Werkstudent und zwei Mini- bzw. Aushilfsjobs ausüben, bleibt einer von ihnen steuerlich bzw. in den Sozialabgaben unberücksichtigt. Aus deinem Hauptjob und dem anderen Nebenjob werden die Einnahmen addiert, hieran werden deine Sozialversicherungseinnahmen bemessen. Solltest du keine Tätigkeit als Werkstudent besitzen und nur verschiedene Aushilfsjobs belegen, bleibst du steuerlich und versicherungstechnisch befreit, wenn deine Gesamteinnahmen nicht über 450 Euro liegen. Übersteigen die beiden Jobs zusammen allerdings die 450-Euro-Grenze, unterliegen beide Tätigkeiten der Sozialversicherungspflicht.

 

 

Der Minijob – steuerfreie Einnahmemöglichkeit bis zu 450 Euro im Monat

Viele Studenten suchen parallel zu ihrem Studium nur eine kleine Einnahmemöglichkeit, für die sie sich nicht intensiv mit Themen wie Steuern oder Sozialabgaben beschäftigen möchten. Sollten dir 450 Euro im Monat als Zusatzeinnahme reichen, ist ein Minijob die perfekte Wahl. Seit dem Jahr 2013 gilt für Minijobs diese neue Einnahmegrenze.

 

Vor- und Nachteile eines Minijobs

Ein wesentlicher Vorteil ist die Steuerbefreiung der maximal 450 Euro, sofern du keine weiteren Einnahmen aus selbstständiger bzw. nichtselbständiger Arbeit hast. Bafög wird nicht als Einnahme dieser Art gezählt, allerdings reduziert sich dein Bafög-Satz, wenn du regelmäßig einem Minijob (oder einer anderen Tätigkeit) nachgehst. Da du keine Sozialabgaben auf die 450 Euro zahlen musst, sofern du dich von Zahlungen ins gesetzliche Rentensystem befreien lässt, musst du keine Abzüge bei den 450 Euro fürchten und kannst diese komplett für dein Studienleben einplanen. Größter Nachteil ist, dass die Einnahme in deinem Job in jedem Fall auf 450 Euro begrenzt ist. Selbst wenn du mal mehr Stunden in einem Monat arbeiten solltest, erhältst du hierdurch nicht mehr Gehalt. Außerdem musst du bei der Steuer und den Sozialabgaben aufpassen, wenn du neben dem Minijob noch eine weitere Tätigkeit als Nebenjob ausübst.

 

Was passiert, wenn ich mehr als 450 Euro verdiene?

Grundsätzlich wird nicht mehr von einem Minijob gesprochen, wenn du die Einnahmegrenze von 450 Euro übersteigst. Eventuell handelt es sich dann um einen Aushilfsjob, bei dem keine Begrenzung der Einnahme explizit vorgegeben ist. Allerdings darf dieser für maximal 50 Tage (bzw. zwei Monate bei vollen Wochen mit fünf Werktagen) im Jahr ausgeübt werden. Ist dies der Fall, bleibst du weiterhin von allen Sozialabgaben befreit. Eventuell führt der Arbeitgeber für dich Lohnsteuer ab, die du allerdings zurückfordern kannst, wenn du mit deinen Jahreseinnahmen den Grundfreibetrag von 8.354 Euro (Stand: 2014) nicht übersteigst. Verdienst du über mehrere Monate hinweg mehr als 450 Euro, handelt es sich um einen ganz normalen Nebenjob, für den du Beiträge in die Renten- und Arbeitslosenversicherung gemäß deinem Einkommen einzahlen musst. Bleibt dein Einkommen unter 850 Euro, wird dein Arbeitnehmeranteil durch eine Gleitzonenregelung begrenzt, bei mehr als 850 Euro zahlst du deine Sozialabgaben wie ein klassischer Arbeitnehmer. Außerdem dürftest du diese Tätigkeit auf Lohnsteuerkarte ausführen und musst deshalb eine Einkommensteuererklärung einreichen.

 

Den Minijob mit einem weiteren Minijob oder einer anderen Tätigkeit kombinieren

Vielleicht reichen dir 450 Euro im Monat nicht aus und du möchtest einen weiteren Job annehmen. Grundsätzlich ist dies natürlich möglich, wobei dir sowohl mehrere Minijobs als auch andere Beschäftigungen, z. B. eine Tätigkeit als Werkstudent offenstehen. Auch wenn ein einzelner Minijob steuerlich befreit ist, gilt dies nicht zwangsläufig für mehrere. Grundsätzlich kannst du so viele Minijobs wie du willst annehmen – du bist weiterhin steuerlich befreit, sofern alle Jobs zusammen nicht mehr als 450 Euro im Monat erzielen. Liegst du über dieser Grenze, werden die Einkünfte zusammengerechnet und du bist ganz normal abgabenpflichtig. Anders sieht es aus, wenn du einen größeren Nebenjob hast und neben diesem einen Minijob ausführst. Dann musst du lediglich Steuern und Abgaben für deinen größeren Job zahlen, während der Minijob weder bei der Versteuerung noch bei den Sozialabgaben (mit Ausnahme der Rentenversicherung) berücksichtigt wird. Solltest du einen großen Nebenjob und zwei Minijobs ausüben, bleibt wenigstens einer der Minijobs unberücksichtigt.

 

Minijob steuerlich betrachtet

Führst du deinen Minijob als einzige Berufstätigkeit neben dem Studium aus, musst du dir um die Versteuerung deines Einkommens keine Gedanken machen. Solltest du einen Nebenjob und einen Minijob ausführen, bleibt der 450-Euro-Job steuerlich unberücksichtigt, allerdings wirst du die Einnahmen aus deinem regulären Nebenjob versteuern müssen. Dein Arbeitgeber hält für diesen Job Lohnsteuer ein, die du je nach Höhe deiner Gesamteinnahmen durch die Steuererklärung zurückfordern kannst. Steuern und Abgaben wirst du in größeren Umfang zahlen müssen, wenn du mehr als 450 Euro im Monat einnimmst – egal, ob durch zwei Minijobs oder in anderen Beschäftigungsverhältnissen.

 

Die Krankenversicherung beim Minijob

Grundsätzlich wirst du mit einem Minijob nicht eigenständig Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen müssen. Im Regelfall bleiben Studenten mit einem Minijob bei ihren Eltern in der Familienversicherung abgesichert. Hier gilt zwar grundsätzlich eine Einnahmegrenze von 385 Euro im Monat, allerdings wird eine Erweiterung dieser Grenze auf 450 Euro für das Familienmitglied möglich, falls dieses seine Einnahmen alleine aus einem Minijob bezieht. Solltest du keine Möglichkeit besitzen, kostenlos in der Familienversicherung deiner Eltern unterzukommen, wirst du eigenständiges Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse und musst bei einem einzigen Minijob auch keine Beiträge für den Krankenversicherungsschutz zahlen.

 

 

Der Freiberufler – flexibel seine Arbeitszeiten gestalten

Auch ohne Aushilfsjob oder Arbeit als Werkstudent kannst du Geld neben dem Studium verdienen. Als Freiberufler hast du keinen direkten Arbeitgeber, sondern stellst selber Rechnungen für verschiedene Tätigkeiten. Von der Nachhilfe übers Babysitten bis zur kreativen Geschäftsidee – viele Sachen kannst du freiberuflich neben deinem Studium durchführen.

 

Wie genau funktioniert freiberufliches Arbeiten?

Du kannst viele Tätigkeiten als Freiberufler ausüben, die sind konkret im §18 EStG benannt. Wenn du regelmäßig Produkte oder Dienstleistungen anbietest, die hier nicht gelistet sind, bist du stattdessen gewerblich tätig und musst dir einen Gewerbeschein beim örtlichen Gewerbeordnungsamt holen. Deine Kunden musst du selbst gewinnen und ihnen Rechnungen stellen, ein festes Gehalt wie als angestellter Werkstudent erhältst du nicht. Damit du dauerhaft als Student gewertet wirst, solltest du maximal 20 Wochenstunden in die freiberufliche Arbeit hineinstecken.

Rechnungsstellung mit oder ohne Kleingewerbe

Als Kleinunternehmer erhältst du von der regionalen Steuerbehörde einen umsatzsteuerliche Steuernummer bzw. Umsatzsteuer-ID übermittelt. Diese muss stets auf deinen Rechnungen zu finden sein, wobei du auch Umsatzsteuer von im Regelfall 19 % ausweisen musst. Bei der Rechnungsstellung als Freiberufler ohne Kleingewerbe ist dies nicht der Fall, solange gewisse Freibeträge für die Umsatzsteuer nicht erreicht wurden. Im Unterschied zum Kleingewerbe musst du als echter Freiberufler auch keine Gewerbesteuer zahlen. Doch keine Angst: Selbst wenn du ein Kleingewerbe angemeldet hast, liegen die Freibeträge und Einstiegssteuersätze so, dass du meist keine Gewerbesteuer zahlen musst.

 

Welche Vor- und Nachteile hat die Arbeit als Freiberufler?

Als Freiberufler bist du dein eigener Chef. Du kannst deine Zeit frei einteilen und Tätigkeiten ausführen, die dir wirklich liegen und die du als Arbeit ausführen willst. Außerdem kannst du deine Honorare selbst festlegen, damit die Einnahmen als Freiberufler deine monatlichen Kosten decken. Ein Nachteil als Freiberufler bzw. mit einem Kleingewerbe ist der hohe Anteil an Eigenverantwortung. Du musst selbst Rechnungen stellen und schauen, dass diese bezahlt werden. Du musst neue Kunden gewinnen und alte Kunden betreuen, außerdem musst du dich um die verschiedenen steuerlichen Sachen alleine kümmern.

Kann ich freiberufliche Arbeit mit anderen Jobs kombinieren?

Grundsätzlich ist das möglich, die meisten Studenten verbinden freiberufliche Arbeit aber höchstens mit einem Minijob. Wer als Werkstudent tätig ist und auf Lohnsteuerkarte arbeitet, unterschreibt meist in seinem Arbeitsvertrag, keine weiteren Tätigkeiten ohne Absprache mit dem Arbeitgeber auszuführen. Da freiberufliches Arbeiten sehr viele Stunden pro Woche in Anspruch nehmen kann, bleibt in vielen Fällen auch keine Zeit zur Ausführung mehrerer Jobs. Dies gilt gerade, weil du pro Woche nicht mehr als 20 Stunden arbeiten solltest, um deinen Status als Student nicht zu verlieren.

 

Was du steuerlich beachten musst

Egal, ob als echter Freiberufler oder mit einem Kleingewerbe: Du musst in jedem Fall eine Einkommensteuererklärung einreichen. Als Kleingewerbe präsentierst du eine echte Bilanz deines Kleinunternehmens, als Freiberufler reicht üblicherweise die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben. Solltest du mit deinen Einnahmen unter dem Grundfreibetrag von 8.354 Euro (Stand: 2014) bleiben, musst du keine Einkommensteuer zahlen. Die Freibeträge für Umsatz- und Gewerbesteuer liegen deutlich höher. Auch wenn du weniger Geld als den Grundfreibetrag einnimmst, musst du trotzdem jährlich deine Einnahmen offenlegen und die Einkommensteuererklärung beim regionalen Finanzamt einreichen.

Welche Krankenversicherung benötige ich als Freiberufler?

Als Freiberufler bzw. Selbstständiger bist du nicht pflichtversichert, d. h. du kannst dir die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse oder bei einer privaten Krankenversicherung aussuchen. Wenn deine freiberuflichen Einnahmen monatlich unter 385 Euro liegen und du noch nicht 25 Jahre alt bist, kannst du kostenlos in der gesetzlichen Familienversicherung deiner Eltern bleiben. Liegen deine Einnahmen höher, sicherst du dich selbst ab, in den meisten Fällen ist der Mindestbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung für freiberufliche Studenten preiswerter zu finanzieren als ein Volltarif privater Krankenversicherer.

 

 

 

Welche Gefahren können auftreten, wenn ich neben dem Studium arbeiten gehe?


Zu studieren und gleichzeitig zu arbeiten, ist für viele Studenten hierzulande zur Selbstverständlichkeit geworden. Viele übersehen leider kleine und größere Gefahren, die sich hierdurch ergeben und schlimmstenfalls teure Nachzahlungen bzw. die Aufgabe des Studentenstatus mit sich bringen. Wer bereits während der Vorlesungszeit mehr als 20 Stunden die Woche in einem oder mehreren Jobs verbringt, wird schnell vom Gesetzgeber nicht mehr als Student angesehen, was immense Kosten bei der Sozialversicherung mit sich bringt. Grundsätzlich gibt es zwei große Problembereiche, die viele Studenten nicht erkennen: Das Übersteigen des gesetzlich festgeschriebenen Steuerfreibetrags sowie Probleme, die rund um die Krankenversicherung lauern.

Bafög und andere Formen der Studienfinanzierung werden stets exakt an den wirtschaftlichen Verhältnissen des Studenten ausgerichtet. Hierbei wird zwar erlaubt, dass du nebenbei arbeitest, allerdings bleiben nur sehr geringe Eurobeträge beim Bafög unberücksichtigt. Selbst wenn du nur einen Minijob ausübst, der monatlich maximal 450 Euro bringt, wird ein kleiner Teil des dir zustehenden Bafögs bereits reduziert. Solltest du deutlich mehr als bei einem Minijob verdienen, übersteigst du schnell den Steuerfreibetrag von 8.354 Euro und musst auf deine Einnahmen eine Einkommensteuer zahlen, d.h. du musst jährlich eine Einkommensteuererklärung bei deinem regionalen Finanzamt einreichen. Mehr hierzu erfährst du in unserer Unterkategorie zu diesem speziellen Thema!

 

Werbekostenpauschale als kleiner Puffer

Wenn du neben deinem Studium arbeitest und nicht nur einen Minijob hast, wirst du eine Einkommensteuererklärung einreichen. In dieser kannst du eine Werbekostenpauschale geltend machen, mit der du deine alltäglich anfallenden Ausgaben rund um Studium und Job verrechnen kannst. Durch diese Pauschale reduziert sich die Höhe deines Einkommens, das zum Versteuern herangezogen wird. Du kannst also Geld einsparen, das du eigentlich versteuern müsstest und behältst so eine größere finanzielle Freiheit.

 

Probleme bei der Krankenversicherung für Studenten

Viele Studierende genießen es, keine monatlichen Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung zahlen zu müssen, weil sie bei ihren Eltern familienversichert sind. Dass dieser Zustand bereits endet, wenn mehr als ein Minijob ausgeübt wird, ist vielen Studenten nicht bewusst. Manchmal stellt sich erst im Laufe des Jahres heraus, dass du dich eigenständig über eine Einzelversicherung absichern musst, hierdurch drohen teure Nachzahlungen für das ganze Jahr. Mit einem Blick in unsere Unterkategorie zum Thema Krankenversicherung für Studenten erfährst du, ab wann du zwingend einen eigenen Versicherungsschutz brauchst und welche Kosten du hierfür im Monat einplanen solltest!

 

 

Das Problem mit dem Steuerfreibetrag – was ist das überhaupt?

Wer in Deutschland Geld verdient und hierdurch ein Einkommen erhält, muss an den Staat Einkommensteuer zahlen. Allerdings gilt dies nicht ab dem ersten Euro, den du im Jahr einnimmst. Mit dem Steuerfreibetrag erlaubt dir der Staat, einen gewissen Betrag pro Jahr steuerfrei einzunehmen, erst ab hier musst du deine Einkommensteuer zahlen. Aktuell (Stand: 2014) liegt der Steuerfreibetrag bei 8.354 Euro – bleibst du mit deinen Jahreseinnahmen hierunter, musst du keine steuerlichen Abzüge auf deine Einnahmen fürchten. Ob du eine Einkommensteuererklärung einreichen musst, hängt von der Art deiner Arbeit ab. Als Werkstudent oder bei Aushilfsjobs auf Lohnsteuerkarte solltest du es machen, da der Arbeitgeber die Lohnsteuer einbehält und du sie erst durch die Einkommensteuererklärung zurückfordern kannst. Bei einem Minijob musst du keine Steuererklärung einreichen, als Freiberufler oder Selbstständiger machst du unabhängig von der Einkommenshöhe eine Steuererklärung. Welche Einkünfte werden beim Steuerfreibetrag bewertet? Grundsätzlich werden Einnahmen aus all deinen Jobs gewertet, die du angestellt bzw. selbstständig ausübst. Dies sind z. B. Arbeiten als Werkstudent, Aushilfsjobs oder freiberufliche Einnahmen. Ein einziger Minijob wird nicht angerechnet – auch dann nicht, wenn du nebenbei eine größere Arbeit auf Lohnsteuerkarte ausübst. Außerdem werden keine Einkünfte angerechnet, die du nicht als Arbeitskraft erhältst, beispielsweise Kindergeld oder Bafög-Leistungen.

 

Ich komme im Laufe des Jahres über den Steuerfreibetrag – was muss ich tun?

Viele Studierende kennen es: Am Anfang des Jahres haben sie eher mit kleinen Einnahmen für die nächsten zwölf Monate gerechnet, durch mehrere Jobs oder freiberufliches Arbeiten übersteigen sie gegen Ende des Jahres trotzdem den genannten Steuerfreibetrag. Die Situation ist allerdings vollkommen unkompliziert und sorgt höchstens dafür, dass du unerwartet eine Steuererklärung einreichen musst. Bei sämtlichen Arbeiten auf Lohnsteuerkarte sowie freiberuflichen Arbeiten wirst du in jedem Fall eine Steuererklärung einreichen. Selbst wenn du wissen solltest, dass du den Steuerfreibetrag nicht erreichst, legst du hiermit deine Einnahmen offen und hast so die einzige Möglichkeit, die einbehaltene Lohnsteuer deines Arbeitgebers zurückzuerhalten. Grundsätzlich bedeutet das Übersteigen des Steuerfreibetrags nur, dass du auf dein Einkommen eine Einkommensteuer zahlen musst. Hierbei wird nur das Einkommen gewertet, das über dem Steuerfreibetrag von momentan 8.354 Euro liegt. Wenn du nur knapp über diesem Wert liegst, musst du deshalb nicht mit einer hohen Steuerbelastung oder teuren Nachzahlungen rechnen. Bei Arbeit auf Lohnsteuerkarte bekommst du eventuell keinen oder nur einen sehr geringen Anteil der bereits eingehaltenen Lohnsteuer zurückgezahlt.

 

Welche Rolle spielen Bafög und Finanzierungskredite beim Steuerfreibetrag?

Bafög und andere Finanzierungshilfen gelten nicht als Einnahmen im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Solltest du arbeiten und parallel Bafög oder eine ähnliche Studienfinanzierung beziehen, musst du diese nicht bei deiner Steuererklärung angeben. Umgekehrt werden Bafög und ähnliche Studienhilfen jedoch exakt an dein Einkommen angepasst. Bereits bei Einnahmen von knapp mehr als 400 Euro im Monat reduziert sich dein Bafög um einen gesetzlich festgeschriebenen Anteil von 78 % deiner Bruttoeinnahmen. Dies gilt also schon bei einem Minijob von 450 Euro, der die Bafög-Leistungen jedoch nur um wenige Euro reduziert. Solltest du mit deinem Einkommen über den Steuerfreibetrag gelangen, musst du hingegen mit erheblichen Abzügen beim Bafög und anderen Finanzierungshilfen rechnen!

 

 

Die Werbekostenpauschale ist dein Freund – was beinhaltet sie?

Viele Studenten sind dazu verpflichtet, jährlich ihre Steuererklärung einzureichen. Wer lediglich BAföG bezieht oder einem Minijob nachgeht, ist hier befreit, bei einem größeren Nebenjob oder der Arbeit als Werkstudent ist die Einkommensteuererklärung jedoch eine Selbstverständlichkeit. Da rund um das Arbeitsleben zusätzliche Aufwendungen wie z.B. Fahrtkosten oder der Kauf spezieller Berufskleidung anfallen, berücksichtigt das Finanzamt diese Sonderkosten über die sogenannte Werbekostenpauschale. Ihr Betrag wird vom steuerpflichtigen Einkommen des Studenten abgezogen und hilft so dabei, die Steuerbelastung zu reduzieren und mehr Geld im Portmonee zu behalten. Im Vergleich zu anderen Zuschüssen wird dir also nicht explizit Geld gewährt, vielmehr bleiben dir Einnahmen erhalten, die du sonst ans Finanzamt abführen müsstest.

 

Anspruch auf die Werbekostenpauschale geltend machen

Grundsätzlich steht jedem Studenten die Werbekostenpauschale zu, der zu einer Einkommensteuererklärung verpflichtet ist. Für Einnahmen über einem Grundfreibetrag von 8.354 Euro (Stand: 2014) muss grundsätzlich eine Einkommensteuer gezahlt werden, allerdings kann ab hier die Werbekostenpauschale von aktuell 1.000 Euro geltend gemacht werden. Faktisch können die Einnahmen eines Studenten also knapp über 9.000 Euro liegen, ohne dass er von der Zahlung einer Lohnsteuer benachteiligt wird und einen Anteil seiner Einnahmen an den Staat abführen muss. Solltest du rund um dein Arbeitsleben als Student deutlich höhere Werbungskosten bezahlen, kannst du diese auch explizit aufführen und durch Quittungen belegen. Die allermeisten Studenten stehen sich mit der Werbekostenpauschale in Höhe von 1.000 Euro jedoch besser.

 

Werbekostenpauschale bei geringeren Einnahmen

Solltest du den oben genannten Grundfreibetrag mit deinem Jahreseinkommen nicht erreichen, ist die Werbekostenpauschale dennoch für dich interessant. In diesem Fall erhältst du keine steuerliche Rückzahlung, allerdings tritt die Werbekostenpauschale zur Anrechnung eines formal steuerlichen Verlustes bei. Dieser wird im Laufe weniger Jahre aufaddiert und kann bei der ersten größeren Steuererklärung nach deinem Studium angerechnet werden. Auf diese Weise geht dir der steuerliche Vorteil nicht verloren und du reduzierst deine Steuerlast spätestens nach Einstieg ins große Berufsleben.

 

 

Benötige ich als Student eine eigene Krankenversicherung?

Jeder Bundesbürger ist gesetzlich verpflichtet, eine Krankenversicherung abzuschließen. Grundsätzlich stehen dir die Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Krankenkasse sowie ein Volltarif der privaten Krankenversicherung offen, wobei letzteres eher den Ausnahmefall darstellt. Sollten deine Eltern gesetzlich versichert sein und du nur ein kleines monatliches Einkommen besitzt, kannst du kostenlos von der Familienversicherung deiner Eltern profitieren. Leider ist der Grenzbetrag hierfür sehr niedrig, so dass du bei zahlreichen Jobs selbst in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen musst.

 

Bis zu welchen Einnahmen du in der Familienversicherung bleiben darfst

Dein Gesamteinkommen als Student darf monatlich nicht über dem Betrag von 385 Euro liegen, ansonsten kannst du nicht in der Familienversicherung bleiben. Eine Ausnahme von dieser Regelung gibt es allerdings: Solltest du einen Minijob haben, ist dies auch bei höheren Einnahmen in Ordnung und du darfst weiter in der Familienversicherung bleiben. Bei einem solchen Minijob darfst du schließlich monatlich bis zu 450 Euro verdienen, was für die gesetzliche Krankenversicherung kein Problem darstellt. Für einen Zeitraum von zwei Monaten darfst du den Grenzbetrag mal als Ausnahme überschreiten. Die Familienversicherung gilt höchstens, bis du 25 Jahre alt bist.

 

Wie teuer ist die eigenständige Absicherung?

Wenn du mit deinem Einkommen über den genannten Grenzbeträgen liegst, wirst du dich um eine eigene Mitgliedschaft bei einer Krankenkasse kümmern müssen. Die Höhe des Beitrags hängt von deinen Einnahmen ab, wobei du dich je nach Nebenjob manchmal nur als Student absichern musst. Arbeitest du z.B. als Werkstudent, genießt du das sogenannte Werkstudentenprivileg und musst deinen Beitrag nicht orientiert an den Einnahmen dieses Jobs bezahlen. Die eigenständige Absicherung für einen Studenten kostet dich aktuell monatlich 64,77 Euro. Hierzu kommt ein Anteil zur gesetzlichen Pflegeversicherung, der je nach Alter und Familienstand um die 13 Euro liegt. Manche Krankenversicherungen bieten in ihren Tarifen mittlerweile Rückzahlungen der geleisteten Beiträge. Solltest du in einem Jahr nicht oder nur selten zum Arzt gegangen sein, erhältst du also wieder etwas von den oben genannten Beiträgen zurück.

 

Hab ich Nachzahlungen von Beiträgen zu befürchten?

Nachzahlungen werden dann fällig, wenn du erst im Laufe des Jahres erkennst, dass du mehr als ursprünglich geplant einnimmst. In diesem Fall musst du vielleicht erst im Herbst eines Jahres eine eigene Krankenversicherung abschließen, die aber für das gesamte Kalenderjahr gilt. Hier fällt du aus der Familienversicherung deiner Eltern heraus und zahlst für das gesamte Jahr die Beiträge nach. Bei den oben genannten Beitragshöhen kann dies Nachzahlungen von einigen 100 Euro bedeuten, hierauf solltest du also finanziell eingestellt sein und dir rechtzeitig etwas zurücklegen.

 

 

 

Wo finde ich einen passenden Studentenjob?


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Wohnen in München


 

 

Das Studentenwohnheim – eine super Lösung für auswärtige Studierende


 

Welche unterschiedlichen Wohnunterkünfte bietet das Studentenwerk München an?

Doppelzimmer (zwei Studenten teilen sich ein Zimmer)
Einzelzimmer (Dusche, Toilette und Küche werden in Wohngruppen geteilt)
Teilappartement (eigene Dusche und Toilette, die Küche wird in Wohngruppen geteilt)
Einzelapartment (eigene Dusche und Toilette, eigene Küchenzeile)
Ehepaar-Apartment (großes Einzelapartment oder 2-Zimmer Wohnung)
Familienbungalow, nur in der Wohnanlage Oberwiesenfeld (2-Zimmer, Balkon)
Behindertengerechte Wohnung (großes Einzelapartment mit entsprechender Ausstattung)

 

Was kostet die Unterkunft und wie lange muss ich darauf warten?

Wie viel die einzelnen Unterkünfte in den verschiedenen Wohnanlagen kosten und wie lange du warten musst im Durchschnitt, bis du eine solche Wohnung beziehen kannst, siehst du hier.

 

Wann und wie kann ich mich anmelden?

Wintersemester: ab 15.05.

Sommersemester: ab 15.11. des Vorjahres

Du hast zum einen die Möglichkeit, dich online zu bewerben oder persönlich in einer der jeweiligen Verwaltungsstellen. Bei der persönlichen Bewerbung benötigst du einen Studiennachweis sowie einen Reisepass oder Personalausweis.

 

Wer darf sich bewerben?

Studierende, deren Einkommen den BAföG-Höchstsatz nicht übersteigt

Bewerbung ist nur bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres möglich

Studierenden, deren Eltern im Einzugsbereich des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) wohnen, ist eine Bewerbung nicht möglich.

 

Sonstiges auf einen Blick:

Mietkaution zwischen 100 und 350 Euro

Mietverträge werden befristet auf 6 Semester abgeschlossen

Verlängerungen möglich – Wartezeiten liegen zwischen 1 bis 4 Semestern in etwa

Bewerbung für maximal 3 Wohnanlagen möglich

Den ausführlichen Überblick zu den Bewerbung und Aufnahmebedingungen findest du auf der offiziellen Seite des Studentenwerk Münchens.

 

 

 

Die Wohngemeinschaft – ein Klassiker bei Studenten


 

Der Vertrag

Möglichkeit 1: Alle WG-Mitbewohner sind gemeinsam Hauptmieter

Gleiche Rechte und Pflichten für jeden WG-Mitbewohner gegenüber dem Vermieter

Mietvertrag kann nur gemeinsam gekündigt werden. Einzelner Auszug kann kompliziert werden

Mietrückstände können vom Vermieter von allen Mitbewohnern eingefordert werden, nicht nur von einem

Möglichkeit 2: Ein WG-Mitbewohner ist der Hauptmieter

Vermieter wollen oftmals keinen Vertrag für Haupt- und Untermieter zulassen – Einzig und allein der Hauptmieter ist verantwortlich gegenüber dem Vermieter (z.B. in Sachen Miete)

Regelungen zwischen Haut- und Untermieter bezüglich der monatlichen Zahlungen sollten getroffen werden

Der Hauptmieter hat alle Rechte. Er kann die WG auflösen, einzelnen Mitgliedern kündigen und neue Mitglieder hinzufügen

Möglichkeit 3: Jeder Mitbewohner bekommt seinen eigenen Vertrag

Eigener Vertrag für jeden einzelnen Mitbewohner

Jeder Mitbewohner ist dem Vermieter gegenüber in der Verantwortung (z.B. Miete)

Kündigung eines Mitglieds hat keinen Einfluss. Vermieter bestimmt neues Mitglied

 

Die Wohnung

Es gibt Grundrisse, die eignen sich einfach nicht für eine WG. Besonders wenn wir von einer Zweck-WG sprechen, sollte die Wohnung bestimmte Eigenschaften im Grundriss vorweisen können. Denn im Gegensatz zu einem Paar, welches in einer Wohngemeinschaft lebt und ein Doppelbett teilt, gibt es in einer Zweck- oder Freundschafts-WG bestimmte Goes und No-Goes.

Durchgangszimmer bereiten Probleme. Denn wer will, dass jemand dauernd durch dein Zimmer marschiert, wenn er beispielsweise in die Küche beispielsweise muss.

Schlafräume sollten in etwa gleich groß sein. Eine Umlage bei der Verrechnung der sämtlichen Kosten würde sonst schwierig werden

Ein Wohnzimmer oder eine Wohnküche sollten vorhanden sein. Das stärkt die Gemeinschaft und verhindert die Isolation in den eigenen Zimmern.

Generell solltest du darauf achten, dass genügend Platz ist, da man sich sonst schnell auf die Nerven geht bei zu wenig Privatsphäre Desweiteren solltest du bei der Wahl der Wohnung auf Preis und Lage achten.

Wie viel Geld du für die monatliche Miete zur Verfügung hast, weißt du ja hoffentlich. Wir haben für dich einen Kostenüberblick erstellt, mit dem du deine monatlichen Kosten ganz einfach berechnen kannst. Die Lage der Wohnung sollte auch eine entscheidende Rolle spielen. Klar, je zentraler, desto reizvoller. Beachte jedoch auch die Verkehrsanbindungen oder Parkmöglichkeiten.

 

Der/Die Mitbewohner

Die Altersspanne zwischen den Mitbewohnern sollte nicht zu groß sein.

Deine Vorstellungen zum Thema Sauberkeit sollten mit denen deiner Mitbewohner übereinstimmen.

Bei zu vielen Stubenhockern in einer WG gibt es Ärger. Du solltest deine Mitbewohner nicht zu oft sehen, um Konflikte zu vermeiden.

Das Party- und Sozialverhalten der einzelnen Mitbewohner sollten zusammenpassen. Wenn ein Mitbewohner lieber WG-Partys veranstaltet und der andere gerne früh am Samstag schlafen geht, kommt es zu Konflikten

Finanzielle Absicherungen sollten geklärt werden bei Gemeinschaftsverträgen. Denn Geld kann sogar beste Freundschaften zerstören.

 

WG-Leben

Klare Regelung bei Lebensmitteln. Lebensmittel sollte jeder Mitbewohner selbst besorgen. Gewürze oder Klopapier können gemeinsam genutzt werden. Ihr könntet dafür eine Haushaltskasse einführen.

Du solltest mit deinen Mitbewohnern eine Besucherregelung einführen. WG-Feiern sind eine tolle Sache, aber sie können den anderen auch einmal nerven.

Nimm beim Thema Lärm Rücksicht auf deine Mitbewohner.

Du solltest dich beim Thema Hygiene mit deinen Mitbewohner abstimmen. Am besten ist ein Putzplan. Somit kommt keiner der lästigen Pflicht aus.

Lösung: Mach mit deinen Mitbewohnern zusammen eine Liste mit Dingen, die gar nicht gehen und Regeln, die eingehalten werden müssen. Somit kannst du Konfliktthemen im Vorhinein abklären und drohenden Streit verhindern. Hier ein paar Themengebiete für die Liste:

HygieneAbwaschWaschen & TrocknenBesucher
InternetnutzungKühlschrankMüll/MülltrennungBadaufenthalt
LärmHaushaltskasseOrdnungHaustiere
PutzenPrivatsphäreRauchenStrafen

Damit alles glatt läuft haben wir für dich eine vorläufige Checkliste dafür.

Download: Checkliste WG – so läuft die Wohngemeinschaft

 

 

 

Wie ist die derzeitige Wohnsituation in München?


In Bearbeitung …

 

 

Wie und wo finde ich eine passende Wohnung?


Studenten-WgNocknockImmobilienscoutEasyWg
WohngemeinschaftWgmuenchenwg-gesuchtwgCast

 

 

 

Der Umzug – was muss ich bei meinem Umzug alle beachten, wann beginne ich mit den Vorbereitungen?


Studentenwohnheim, WG oder eigene Wohnung gefunden? Super, dann wartet der Umzug auf dich. Wir haben zwei Checklisten für dich zusammengestellt, woran du alles bei einem Umzug denken musst. Die eine ist für den Fall, dass du von zuhause ausziehst und das erste Mal auf eigenen Beinen stehst. Die andere für einen gewöhnlichen Umzug von Studenten. Doch auch da musst du ein paar wichtige Dinge beachten!

Download: Checkliste für meinen ersten Umzug von Zuhause

Download: Checkliste für meinen Umzug

 

 

 

Finanzierung und Kosten


Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du dir dein Studium finanzieren kannst. Neben Förderprogrammen wie BAföG oder einer Kreditaufnahme durch den KfW-Studienkredit, kannst du natürlich auch normal arbeiten und dir so dein Studium finanzieren. Fördermaßnahmen alleine werden dir auch auf Dauer keinen guten Lebensstandard ermöglichen, deshalb wirst du mit der Zeit arbeiten neben dem Studium.

Es gibt die verschiedensten Studentenjobarten. Hier bekommst du einen Überblick, was du für Möglichkeiten hast und was du bei den unterschiedlichen Jobs alles beachten musst.

Du kannst dir auch unseren ausführlichen Ratgeber zum Thema Studentenjobs durchlesen. Neben den verschiedenen Arbeitsmöglichkeiten, die alle ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen, kann das Arbeiten neben dem Studium viele Probleme mit sich bringen. Probleme mit Steuern oder mit der Krankenversicherung sind die gängigsten Fälle. Aber auch dein Studentenstatus mit allen deinen Vorteilen gegenüber „normalen“ Steuerzahlern ist in Gefahr, wenn du dich nicht an bestimmte Regeln hältst. Dazu haben wir für dich die nötigen Informationen, damit bei dir Studium und Arbeit nebenher optimal harmonieren.

 

 

 

Wie finanziere ich mir mein Studium?


 

 

Bafög – die staatliche Finanzierungshilfe

 

Was ist BAföG überhaupt?
Wer kann BAföG beantragen?
Wie berechnet sich BAföG?
Wie muss ich BAföG zurückzahlen?
Wie hoch ist die maximale BAföG-Höhe?
Wie viel darf ich nebenbei verdienen?
Was passiert, wenn ich im Bewilligungszeitraum zu arbeiten beginne?
Was passiert, wenn sich die Einkünfte der Eltern ändern?
Ist es beim BAföG wichtig, eine eigene Wohnung zu haben?
Darf ich als Schüler BAföG beziehen?
Darf ich in einer Berufsausbildung BAföG beziehen?
Beeinflussen Geschwister die Höhe des BAföG?
Was passiert mit dem BAföG bei einem Auslandssemester?





Was ist BAföG überhaupt?

Die Abkürzung BAföG steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz, im allgemeinen Sprachgebrauch werden die finanziellen Leistungen nach diesem Gesetz auch als BAföG bezeichnet. Dieses Geld ist wie ein Kredit zu verstehen, den dir der Staat während deines Studiums gewährt und den du in späteren Jahren wieder zurückzahlst. Grundsätzlich kann jeder Student BAföG beantragen, abhängig von deinem Einkommen und anderen Faktoren wird die Höhe deines BAföG ausgerechnet.

Zur Online-Bewerbung

Wer kann BAföG beantragen?

Nicht nur als Student steht dir BAföG zu, auch als Schüler in der Oberstufe kannst du die staatliche Förderung beantragen. Selbst für ausländische Studierende steht BAföG bereit, sofern sie ein Aufenthaltsrecht für das Studium vorweisen können. Details hierzu findest du in unserer Unterkategorie Antrag, außerdem halten wir für dich Informationen für Sonderfälle wie z. B. ein Auslandssemester bereit. Dort erfährst du auch, welche Unterlagen du allesamt für eine erfolgreichen Antrags vorlegen musst.


Wie berechnet sich BAföG?

BAföG wird üblicherweise nur für dein Erststudium gewährt. Außerdem musst du deinem BAföG-Amt regelmäßig nachweisen, dass du deinem Studium fleißig nachgehst. Meist ist die weitere Bewilligung an deine erworbenen Scheine oder Credit-Points gebunden, d.h. mit ausbleibenden Erfolgen im Studium kannst du auch diese Finanzierung verlieren. Ausnahmen gelten bei Krankheit, Kinderbetreuung und ähnlichen Lebensumständen.
Die Berechnung deines Bafög erfolgt stets individuell, der Höchstsatz beträgt aktuell 670 Euro im Monat. Wie hoch das dir zustehende BAföG ausfällt, hängt z. B. von deinen monatlichen Einnahmen, den Einnahmen deines Ehepartners und deiner Eltern sowie deinem angesparten Vermögen ab. In unserer Unterkategorie Berechnung erfährst du mehr zu den Details dieser Regelungen. Natürlich wirken sich veränderte Einkünfte von dir oder deinen Eltern sofort auf die Höhe deines BAföG aus.


Wie du BAföG zurückzahlen musst

Hast du dein Studium beendet und bist berufstätig, zahlst du dein BAföG in vierteljährlichen Raten an das Bundesverwaltungsamt zurück. Falls dein Einkommen für die Rückzahlung nicht ausreichen sollte, kannst du dich für einen befristeten Zeitraum von der Rückzahlung befreien lassen. Abhängig von deinem Studienerfolg musst du nicht die gesamte Darlehenssumme deines BAföG zurückzahlen, sondern nur einen Anteil. Dies ist z.B. der Fall, wenn du dein Studium besonders schnell abgeschlossen hast oder zu den Besten deines Jahrgangs gehörst. Außerdem erhältst du einen Teil des BAföG erlassen, wenn du vorzeitig die ausstehende Schuld an das Bundesverwaltungsamt zurückzahlen kannst.

BAföG-Berechnung

Dein BAföG wird stets individuell berechnet, so dass es häufig eine andere Höhe als bei deinen Mitstudenten hat. In die Berechnung spielt dein Einkommen und Vermögen ebenso wie der Verdienst deiner Eltern ein. Bei der Antragstellung musst du hierzu genaue Angaben machen und die entsprechenden Einnahmen offenlegen – je höher diese sind, umso geringer werden die BAföG-Zahlungen als Förderung für dein Studium ausfallen.


Wie hoch ist die maximale BAföG-Höhe?

Die höchste BAföG-Förderung liegt aktuell bei monatlich 670 Euro. Um diese zu erhalten, dürfen weder du noch deine Eltern ein Einkommen über gesetzlich festgeschriebene Grenzen beziehen, außerdem musst du dich in einer Hochschulausbildung befinden und nicht mehr bei deinen Eltern wohnen. Ist letzteres der Fall, kannst du maximal 422 Euro im Monat erwarten. Die Förderung für Schüler auf weiterführenden Schulen liegt bei maximal 538 Euro. Gewährt wird sie höchstens dann, wenn der Schüler nicht mehr in seinem Elternhaus wohnt.


Wie viel du nebenbei verdienen darfst

Natürlich darfst du als BAföG-Empfänger neben deinem Studium arbeiten, allerdings wirkt sich dein Einkommen auf die Höhe deines BAföG aus. Aktuell liegt der Grenzwert bei gut 400 Euro – solltest du monatlich nicht mehr verdienen, bleibt dein BAföG hiervon unberührt. Bereits bei einem Minijob mit maximaler Zahlung von 450 Euro im Monat wirkt sich dein Einkommen auf das BAföG aus, 70 % dieses Einkommens werden vom eigentlichen Fördersatz abgezogen. Bei einem sehr hohen Einkommen, z. B. durch einen regelmäßigen Job als Werkstudent, kannst du den Anspruch auf BAföG verlieren.


Was passiert, wenn du im Laufe des Bewilligungszeitraums zu arbeiten anfängst

Vielleicht hast du zu Beginn deines Studiums noch nicht gearbeitet, entscheidest dich aber nach ein oder zwei Semestern für einen Job. In diesem Fall musst du dies dem BAföG-Amt deiner Hochschule sofort mitteilen und wahrheitsgemäße Angaben über dein Einkommen machen. Das Amt berechnet hiernach erneut, welche Förderhöhe dir mit den neuen Einnahmen aus deinem Job zusteht. Wie oben beschrieben, musst du bereits bei einem Minijob mit leichten Abzügen rechnen. Hörst du auf zu arbeiten, kann dies natürlich wieder dein BAföG erhöhen.


Was passiert, wenn sich die Einkünfte der Eltern ändern?

Das Einkommen der Eltern spielt beim BAföG eine wesentliche Rolle, schließlich sollten deine Eltern auch eine finanzielle Förderung für dein Studium leisten. Bereits bei der Antragsstellung muss das Einkommen der Eltern für die korrekte Förderhöhe belegt werden. Ändert sich dieses Einkommen, z.B. durch Jobwechsel der Eltern oder eine Phase der Arbeitslosigkeit, ist dies dem BAföG-Amt mitzuteilen. Ähnlich wie beim Wechsel deines eigenen Jobs können sich die Förderhöhen deines BAföG verändern.


Ist es beim BAföG wichtig, eine eigene Wohnung zu haben?

Ja, dies spielt bei der Förderhöhe eine entscheidende Rolle. Jede BAföG-Förderung ist in eine Grundförderung und eine Wohnförderung eingeteilt. Solltest du während des Studiums bei deinen Eltern wohnen, steht dir alleine die Grundförderung zu. Mit einer eigenen Mietwohnung, z. B. in einem Studentenwohnheim, bekommst du zusätzlich die Wohnförderung gewährt. Im Falle des aktuellen Förderhöchstsatzes von 670 Euro nimmt die Wohnförderung einen Anteil von 224 Euro ein. Der Rest sind die Grundförderung sowie die Studentenbeiträge der Kranken- und Pflegeversicherung, die ebenfalls durch die Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz übernommen wird.

Sonderfälle zum Thema BAföG



Darfst du als Schüler BAföG beziehen?

Ja, die Ausbildungsförderung gilt nicht nur für Studenten, sondern steht auch Schülern auf weiterführenden Schulen bzw. Berufsfachschulen ab der Klasse 10 offen. Allerdings bekommst du hier nicht so viel BAföG wie einem Student gewährt wird. Das BAföG wird dir als Schüler ausschließlich gewährt, wenn du nicht mehr bei deinen Eltern wohnen solltest, ansonsten müssen diese finanziell für deine Ausbildung aufkommen. Solltest du nicht mehr bei deinen Eltern wohnen, beträgt die maximale Förderung 538 Euro im Monat, inklusive Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung. Wie bei einem Studenten wird die Höhe der finanziellen Förderung individuell an deinem Einkommen und Vermögen ausgerichtet.


Darfst du in einer Berufsausbildung BAföG beziehen?

Ja, die Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz ist sehr vielfältig und gewährt auch während einer beruflichen Ausbildung eine Förderung. Ob Besuch einer Berufsschule, Fachschule oder das Absolvieren eines Kollegs oder Abendgymnasiums – in allen Fällen kannst du einen Antrag auf BAföG stellen und auf eine finanzielle Förderung durch den Start hoffen. Die Fördersummen liegen über dem Niveau für Schüler, erreichen allerdings nicht die Förderhöhen von Studenten. Für weiterführende Ausbildungen erhältst du auch dann BAföG, wenn du noch bei deinen Eltern wohnen solltest.


Beeinflussen Geschwister die Höhe des BAföG?

Ja, sofern deine Geschwister in einem Alter oder einer Lebensphase sind, in der sie potenziell ebenfalls BAföG beantragen können. Hierbei ist es für den Gesetzgeber egal, ob deine Geschwister tatsächlich BAföG beziehen oder nicht. Vorrangig wirken sich Geschwister auf die Freibeträge deiner Eltern aus, die bei der Ermittlung einer individuellen BAföG-Förderungshöhe herangezogen werden. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass deine Eltern gleich mehrere Kinder bei ihrer Ausbildung fördern und ihr Geld deshalb auf sie verteilen müssen – ein rechnerischer Vorteil für dich! In die BAföG-Höhe spielt auch ein, ob du alleine bzw. sämtliche Geschwister bei nur einem Elternteil leben und in welcher Weise Unterhaltszahlungen geleistet werden.


Was passiert mit dem BAföG bei einem Auslandssemester?

Wenn du deinen dauerhaften Wohnsitz in Deutschland hast und nur für einen begrenzten Zeitraum wie ein Semester ins Ausland gehst, bleibt dein Anspruch auf BAföG bestehen. Die Förderung für Studierende im Ausland fällt dabei sogar höher als bei einem Studenten an einer deutschen Hochschule aus. Solltest du kein BAföG beziehen können und planst ein Auslandssemester, solltest du gezielt beim BAföG-Amt noch einmal nachfragen – vielleicht profitierst du gerade dann von der lukrativeren Förderung beim Auslandsstudium!

Der BAföG-Antrag


Welche Dokumente du für die Antragstellung auf BAföG benötigst

Zunächst brauchst du das Antragsformular selbst, das du z. B. beim BAföG-Amt deiner Hochschule erhältst. Dieses füllst du wahrheitsgemäß aus und musst abhängig von deinen Angaben und Besonderheiten rund ums BAföG verschiedene Dokumente beilegen. Diese sind z.B. Einkommensnachweise deines Studentenjobs bzw. aus dem Beruf deiner Eltern, auch dein Vermögen musst du durch Bankauszüge über deinen aktuellen Kontostand bzw. über Auszüge von weiteren Sparprodukten nachweisen. Natürlich musst du auch eine Immatrikulationsbescheinigung vorlegen, die deinen Status als Student belegt. Um dauerhaft BAföG beziehen zu können, musst du deinen Studienerfolg im Laufe der Semester über erfolgreich bestandene Prüfungen und Scheine nachweisen.

Welche deiner Leistungsnachweise unverzichtbar sind

Zu Beginn ist nur wichtig, dass du ordentlich deine Einnahmen aus einem Studentenjob bzw. sonstiges Vermögen auf deinen Konten nachweist. Hierneben musst du im Laufe des Studiums Leistungsnachweise über deine bestandenen Zwischenprüfungen einreichen. In vielen Studienfächern ist die Gewähr von BAföG auch an die ECTS, also das Credit-Point-System gekoppelt. Das BAföG-Amt kann dir konkret für deinen Studiengang sagen, nach welchem Semester du wie viele Credit Points nachweisen solltest, damit du weiterhin vom BAföG profitieren kannst.

Welche Leistungsnachweise die Eltern erbringen müssen

Für die Anrechnung des Einkommens bzw. Vermögens der Eltern spielt in erster Linie der Einkommenssteuerbescheid des vorletzten Kalenderjahres eines Rolle. Aus diesem lässt sich ersehen, welches Einkommen deine Eltern pro Monat erzielen und wie stark sie dich während des Studiums fördern können. Natürlich ist dieser Nachweis ungeeignet, wenn ein oder beide Elternteile mittlerweile in einem anderen Job tätig oder arbeitslos sind. Das Vermögen der Eltern spielt im Vergleich zu dir als Antragssteller keine Rolle und muss deshalb auch nicht nachgewiesen werden. Jede Änderung rund um das Einkommen deiner Eltern sind dem BAföG-Amt unverzüglich mitzuteilen.

Wie genau der Antrag gestellt wird

An manchen Hochschulen in Deutschland kannst du den Antrag online einreichen, leider ist dies noch die Ausnahme. Ansonsten erhältst du sämtliche Formulare für die Antragsstellung beim BAföG-Amt deiner Hochschule. Diese kann dir exakt alle Formblätter bereitstellen, die du für deine Antragsstellung benötigst, wobei auch Sonderfälle wie die Förderung von Schülern oder die Förderung eines Auslandssemesters berücksichtigt werden. Hast du den Antrag ausgefüllt und alle Dokumente zusammengestellt, kannst du diese postalisch an das BAföG-Amt schicken oder persönlich vorbeibringen. Letzteres kann sich lohnen, da du in diesem Fall direkt auf fehlende Unterlagen hingewiesen wirst und ergänzende Fragen stellen kannst. Grundsätzlich solltest du deinen Antrag auf BAföG nach Bestätigung deines Studienplatzes so schnell wie möglich einreichen.

 

 

Der KfW-Studienkredit

 

Was ist der KfW Studienkredit?

Der KfW Studienkredit ist eine Förderung des Studiums, die von der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau angeboten wird. Er funktioniert wie ein klassischer Kredit: Der Studierende bekommt über einen festgelegten Zeitraum monatlich einen festen Darlehensbetrag als Kredit ausgezahlt, den er nach seinem Studium und einer Karenzphase zurückzahlen muss. Für den KfW Studienkredit stellen sich andere Auflagen als beim BAföG, wobei Studierende auch ohne Anrecht auf BAföG einen erfolgreichen Antrag für einen KfW Studienkredit stellen können.

 

In welchen Fällen du einen KfW Studienkredit beziehen kannst

Die Förderung durch den KfW Studienkredit steht dir dann offen, wenn du als EU-Bürger zwischen 18 und 44 Jahren alt bist und einem Vollstudium bzw. einer vergleichbaren Weiterbildung wie einer Promotion nachgehst. Seit 2013 kannst du sogar die grundlegende Phase eines Zweistudiums über die Förderung erhalten. Dein Einkommen spielt bei der Gewähr des KfW Studienkredits ebenso wenig eine Rolle wie deine Studienrichtung. Auch ein vorhandenes Vermögen bzw. die Einkommensverhältnisse deiner Eltern werden beim KfW Studienkredit nicht berücksichtigt.

 

Vor- und Nachteile des KfW Studienkredits im Überblick

Der KfW Studienkredit ist sehr flexibel. Du erhältst einen variablen Zinssatz für diesen Kredit, kannst jedoch auch einen festen Zins für die Rückzahlungsphase vereinbaren. Ein Nachweis der Bedürftigkeit ist für die Gewähr des Kredits nicht notwendig, auch ein Bonitätsnachweis wird nicht eingefordert. Anders als beim BAföG musst du deine Einkommens- und Vermögensverhältnisse nicht offenlegen. Du kannst den KfW Studienkredit mit anderen Fördermaßnahmen (z. B. BAföG) kombinieren und zu jeder Zeit frei über das Ende der Kreditzahlungen entscheiden. Später kannst du zu jedem Zeitpunkt den Kredit komplett zurückzahlen.

Größter Nachteil des KfW Studienkredits ist die Kopplung an Leistungsnachweise. In den meisten Studiengängen stellen die ersten vier Semester kein Problem dar, ab dem fünften Semester musst du allerdings bestimmte Scheine oder bestandene Prüfung für eine weitere Auszahlung des KfW Studienkredits vorlegen. Außerdem kann dein Anrecht auf Kreditzahlung unter verschiedenen Umständen enden, z.B. die Inanspruchnahme von mehr als zwei Urlaubssemestern. Anders als beim BAföG musst du beim KfW Studienkredit die gesamte Kreditschuld zurückzahlen.

 

Wo muss der KfW Studienkredit beantragt werden?

Der KfW Studienkredit ist ein nahezu exklusives Angebot der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau. Diese findest du im Internet und kannst hier online einen Antrag auf den Kredit stellen bzw. um die Zusendung der entsprechenden Formulare bitten. Alternativ bieten dir verschiedene Banken und Kreditinstitute vor Ort den KfW Studienkredit an, dies ist jedoch die Ausnahme. Schließlich ist der KfW Studienkredit ein Konkurrenzprodukt zu anderen Studienkrediten, die diese Kreditinstitute selbst anbieten und auf einen Vertragsabschluss mit dir hoffen.

 

Was für die erfolgreiche Antragstellung benötigt wird

Im Vergleich zum Antrag auf BAföG musst du beim KfW Studienkredit weniger Dokumente vorlegen. Am wichtigsten ist der Förderantrag selbst, den du z.B. auf der Webseite der KfW findest. Dieser ist vollständig auszufüllen und handschriftlich von dir zu unterschreiben. Außerdem musst du den Nachweis erbringen, dass du tatsächlich bei einer deutschen Hochschule eingeschrieben bist, üblicherweise erfolgt dies über die klassische Studienbescheinigung. Im Laufe deines Studiums musst du immer wieder Leistungsnachweise einreichen, diese sind jedoch nicht mit dem Stellen eines Folgeantrags verbunden.

 

Berechnung und Rückzahlung

 

Wie hoch ist der KfW Studienkredit minimal/maximal?

Mindestens kannst du eine Förderung von 100 Euro im Monat in Anspruch nehmen. Hiernach werden gestaffelt höhere Kreditbeträge bis zu maximal 650 Euro angeboten. Anders als beim BAföG ist die Höhe des Kredits nicht nach deinen Bedürfnissen ausgerichtet. Stattdessen legst du selbst fest, welche finanzielle Förderung du benötigst und durch den KfW Studienkredit abdecken möchtest.

 

Wie lange wird der KfW Studienkredit gewährt?

Solltest du jünger als 34 Jahre sein, kannst du den KfW Studienkredit maximal für fünf Jahre beziehen. In besonderen Situationen, z. B. die Unterbrechung deines Studiums durch Krankheit, kannst du einen Antrag auf Verlängerung von maximal zwei weiteren Jahren stellen. Bei älteren Studierenden ist die Kreditgewähr eingeschränkt: Über 34 Jahre kannst du den KfW Studienkredit maximal für zehn Fachsemester beziehen, ab 39 Jahre für maximal fünf Fachsemester.

 

Gibt es beim KfW Studienkredit zusätzliche Gebühren?

Ja, du zahlst einmalig für den Abschluss des KfW Studienkredits eine Gebühr von 238 Euro. Zudem wird ein geringer Schuldzins auf jede Kreditrate angerechnet, so dass du monatlich einige Euro weniger ausgezahlt bekommst als eigentlich abgeschlossen wurde. Ansonsten musst du bis zur Rückzahlungsphase nach deinem Studium keine Kosten mehr fürchten.

 

Wie genau läuft die Rückzahlung des KfW Studienkredits ab?

Die Rückzahlung beginnt zwischen sechs und 18 Monaten nach Ende deines Studiums und kann nur in Ausnahmefällen verlängert werden. Solltest du deutlich länger studieren, als du den KfW Studienkredit erhältst, musst du schlimmstenfalls schon gegen Ende deines Studiums die ersten Raten zurückzahlen. Die Rückzahlungsphase ist grundsätzlich auf zehn Jahre kalkuliert, kann jedoch auf bis zu 25 Jahre ausgedehnt werden. Je nach Länge dieser Rückzahlungsphase und der Gesamthöhe deiner Kreditzahlungen ergibt sich die monatliche Tilgungsrate. Der Nominalzins hierfür bewegte sich in den letzten Jahren in einem Bereich zwischen 3,00 % und 6,50%. Hierneben hast du die Möglichkeit, einen Festzins zu vereinbaren und so deine Restschuld stets mit dem gleichen Tilgungszins verrechnet zurückzuzahlen.

 

 

Stipendium – Förderung ohne Rückzahlung

 

Was ist ein Stipendium überhaupt?

Das Stipendium ist eine Förderung deines Studiums mit einem monatlich festen Eurobetrag. Grob kann es mit dem BAföG verglichen werden, allerdings bekommst du das Geld ausgezahlt, ohne es nach deinem Studium zurückzahlen zu müssen. Der Bund und die Bundesländer vergeben Stipendien, noch häufiger werden diese allerdings von privaten Institutionen und Stiftungen angeboten. Diese wählen auch aus, welche Studenten sie während des Studiums fördern möchten, wobei dies nicht zwingend nach rein objektiven Kriterien wie dem Bedarf des einzelnen Antragsstellers erfolgen muss.

 

In welchen Fällen du ein Stipendium beantragen kannst

Grundsätzlich stehen Stipendien für Bachelor- und Masterstudiengänge ebenso wie für die Promotion und andere Weiterbildungsmaßnahmen bereit. Einzelne Stiftungen und Organisationen beschränken sich dabei oftmals auf die Förderung von Studenten in einzelnen Fachbereichen und die Anzahl der zu fördernden Studenten. Du solltest dich schon wenige Monate vor Studienbeginn um ein Stipendium bemühen und deine Unterlagen bei den entsprechenden Institutionen und Stiftungen einreichen. Früher wurde dies erst zu Beginn des Studiums möglich, mittlerweile ist diese studentenfreundlichere Regelung etabliert.

 

Von wem Stipendien vergeben werden

Der Großteil der Stipendien wird von privaten Organisationen, Stiftungen und Institutionen ausgeschrieben. Viele dieser Stiftungen stehen Wirtschaftsunternehmen nahe, die bewusst Studierende in einem Fachbereich rund um den eigenen Wirtschaftszweig fördern. Deshalb sind häufiger Stipendien in Bereichen der Ingenieurs- oder Naturwissenschaften als z.B. in den Geisteswissenschaften zu finden. Auch die regionale Förderung kann im Interesse der Stiftungen liegen, so dass ein Stipendium ausschließlich an einem bestimmten Hochschulstandort angeboten wird.

In den meisten Fällen leisten die Stiftungen für die vergebenen Stipendien nicht selbst die finanzielle Unterstützung, stattdessen leiten sie hierfür vom Bund bereitgestelltes Geld an förderungswürdige Studenten weiter. Wenn du diesen Umweg umgehen möchtest, kannst du auch ein Stipendium bei Bund und Ländern beantragen, wobei hier die Konkurrenz der Bewerber deutlich größer ist. Im Internet findest du schnell eine Übersicht aller Anbieter von Stipendien, die für deinen Fachbereich und Studienort infrage kommen!

 

Leistung und Pflichten bei einem Stipendium

 

Wie lange und in welchem Umfang wird ein Stipendium gewährt?

Im Regelfall wird das Studium über seine gesamte Dauer hinweg durch ein Stipendium unterstützt, wobei dem Anbieter des Stipendiums in regelmäßigen Abständen ein Bericht über den Fortschritt des Studiums vorzulegen ist. Ähnlich wie beim BAföG werden Leistungsnachweise eingefordert, um zu erkennen, dass du auch tatsächlich deinem Studium nachgehst. Die Kriterien werden hierbei von den jeweiligen Institutionen aufgestellt und können somit deutlich lockerer als beim BAföG formuliert sein. Manche Anbieter von Stipendien setzen zudem eine zeitliche Höchstgrenze der Förderung, unabhängig davon, ob dein Studium zu diesem Zeitpunkt schon beendet ist oder nicht.

 

Welche finanzielle Förderung wird beim Stipendium gezahlt?

Die Förderhöhe richtet sich im Regelfall nach dem aktuellen BAföG-Satz, die momentane Höchstförderung liegt somit bei 670 Euro im Monat. Bei einem am BAföG orientierten Stipendium wird vom sogenannten Vollstipendium gesprochen, natürlich ist je nach Lebenslage und Bedarf auch eine deutlich geringere Förderhöhe möglich. Unabhängig von der individuell ermittelten Förderhöhe wird ein sogenanntes Büchergeld von monatlich 150 Euro ausgezahlt. Außerdem gibt es je nach Anbieter des Stipendiums eine Förderung, die über den finanziellen Charakter hinausgeht. Gemeint ist beispielsweise die kostenlose Teilnahme an Seminaren und anderen Veranstaltungen, die ihm auf dem studentischen oder persönlichen Lebensweg weiterhelfen können.

 

Müssen Pflichten in der Phase des Stipendiums beachtet werden?

Wenn Bund, Länder oder eine private Stiftung Geld in dich investieren, möchten sie natürlich eine gewisse Gegenleistung sehen. Diese liegt in erster Linie darin, dass du dein Studium ordnungsgemäß und fleißig absolvierst und das Stipendium eine sprichwörtlich gute Investition in dich darstellt. Den Nachweis hierüber erbringst du über regelmäßige Berichte, mit denen du dem Anbieter des Stipendiums deine Fortschritte dokumentierst. Je nach Anbieter können auch Leistungsnachweise zu bestimmten Zeitpunkten des Studiums verlangt werden, damit du weiterhin auf die finanziellen Leistungen des Stipendiums vertrauen kannst. Ergänzend kann verpflichtend gefordert werden, dass du an den oben genannten Seminaren oder Veranstaltungen teilnimmst, die explizit von den Institutionen oder Organisationen angeboten werden.

 

Bewerbung für ein Stipendium

 

Wie das Bewerbungsverfahren bei einem Stipendium abläuft?

Das Verfahren selbst ist je nach Institution oder Anbieter eines Stipendiums unterschiedlich, allerdings sind die Grundlagen stets miteinander vergleichbar. Im ersten Schritt reichst du deine Unterlagen als Interessent für ein Stipendium ein, die vom jeweiligen Anbieter genau geprüft und diskutiert werden. Das Einreichen sollte wenigstens ein halbes Jahr vor Beginn deines Studiums bzw. dem gewünschten Förderzeitpunkt erfolgen, du musst bei der Antragsstellung also nicht schon Student sein. Das Verfahren selbst kann Wochen und Monate dauern, abhängig davon, wie viele Bewerber es gibt und welche Schwerpunkte die einzelnen Institutionen und sonstigen Anbieter setzen.

 

Worauf muss bei der Bewerbung besonders geachtet werden?

Landläufig gilt ein Stipendium als Eliten-Förderung, d.h. die finanzielle Unterstützung wird Schülern bzw. Studenten mit sehr guten Leistungen gewährt. In der Tat orientieren sich sehr viele Institutionen und Stiftungen im Bewerbungsverfahren an den schulischen Leistungen bzw. dem bisher im Studium geleisteten Fortschritt und den erzielten Noten. Auch dein persönliches Engagement, z. B. in sozialen Einrichtungen oder die Mitgliedschaft in bestimmten Vereinen oder Parteien, werden sich je nach Anbieter eines Stipendiums positiv auswirken. Bei der Bewerbung solltest du also darauf achten, dass du dich mit deinem Lebenslauf seriös präsentierst und deine Stärken aus Schule, Studium und Privatleben aufzeigst.

Mittlerweile ist ein Stipendium jedoch nicht nur als Eliten-Förderung zu verstehen, immer mehr Stiftungen setzen bewusst einen anderen Schwerpunkt. Bei manchen von ihnen steht ein sozialer Gedanke im Vordergrund, um wirklich bedürftigen Studenten mit einer mehr als durchschnittlichen Leistung ein Studium finanziell zu erleichtern. Hier ist also die Auswahl des richtigen Anbieters des Stipendiums entscheidend, um deine Chance auf eine solche Förderung zu erhöhen.

 

Wo die Bewerbung für ein Stipendium abgegeben werden kann

Viele Dutzend Anbieter von Stipendien stehen dir in Deutschland zur Verfügung. Die Liste beginnt mit zwölf staatlich finanzierten Ausbildungsförderungswerken und endet mit zahllosen Stiftungen großer oder mittelständischer Wirtschaftsunternehmen. Über das Internet gewinnst du einen schnellen Überblick über die größten und wichtigsten Anbieter von Stipendien. In weiterführenden Informationen entdeckst du schnell, welche Voraussetzungen ein Student für eine erfolgreiche Bewerbung erfüllen sollte und wie genau das jeweilige Bewerbungsverfahren abläuft.

Ein abschließender Tipp: Die Chancen auf ein Stipendium steigen natürlich mit der Anzahl an Bewerbungen, die du aussendest. Wichtig ist zu erkennen, dass nicht nur die großen und namhaften Stiftungen Stipendien vergeben und du genauso von einer Förderung durch kleine Unternehmen an deinem Studienstandort profitieren kannst. Neben dem Blick ins Internet ist es deshalb dringend zu empfehlen, vor Ort bei deiner Hochschule nachzufragen, wer alles ein Stipendium anbietet. Vielleicht passt du gerade in das Anforderungsprofil eines dieser Anbieter und kannst dein Studium schneller als gedacht finanziell leichter gestalten.

 

 

 

Welche Zuschüsse kann ich mir sichern und welche Ansprüche habe ich?


Neben umfangreichen Förderungen, z.B. über BAföG oder einen KfW Studienkredit, profitierst du als Student von verschiedenen Zuschüssen. Viele dieser Zuschüsse werden aufgrund deiner familiären Situation gewährt, andere unterstützen dich z.B. bei der Finanzierung deiner Wohnsituation. Hier präsentieren wir dir die wichtigsten Zuschüsse auf einen Blick, detaillierte Informationen zu diesen Förderungen findest du in der jeweiligen Unterkategorie!

Kindergeld: Kindergeld ist eine staatliche Förderung, die deine Eltern seit deiner Geburt monatlich ausgezahlt bekommen. Auch als Student oder in einer Ausbildung kann das Anrecht auf Kindergeld bestehen bleiben, dies gilt sogar bei volljährigen Kindern. Möglicherweise sind deine Eltern bereit, das Kindergeld direkt an dich weiterzuleiten, so dass du während des Studiums unmittelbar von dieser finanziellen Förderung profitierst.

Unterhalt: Minderjährige Kinder erhalten in Deutschland Unterhaltszahlungen, wenn sie nur noch bei einem Elternteil leben. Das andere Elternteil ist sogar gesetzlich zu solchen Unterhaltszahlungen verpflichtet. Das Anrecht auf solche Zahlungen kann weiterhin bestehen bleiben, wenn du volljährig bist und dich in einer Ausbildung bzw. einem Studium befindest. Dein Alter und die Einkommensverhältnisse beider Elternteile spielen entscheidend in die Höhe des Unterhalts ein.

Wohnkostenzuschuss: Miete und Nebenkosten stellen für Millionen von Haushalten in Deutschland die größte finanzielle Herausforderung pro Monat dar. Gerade wenn du noch bei deinen Eltern wohnst und diesen vielleicht einen kleinen Mietanteil zahlen musst, wirst du dies bestätigen können. Zu diesem Zweck kannst du bei deiner Stadt oder Gemeinde einen Wohnkostenzuschuss beantragen. Welche Voraussetzungen für die Gewähr des Zuschusses erfüllt werden müssen, z.B. dass du im Regelfall BAföG-Leistungen beziehen musst, findest du in unserer Unterkategorie heraus.

 

Kombination von Zuschüssen

Teilweise sind die genannten Zuschüsse miteinander gekoppelt, d.h. die Gewähr mancher finanziellen Leistungen ist nicht möglich, wenn bereits andere Leistungen ausgezahlt werden. Dies gilt nicht nur für die genannten Zuschüsse, sondern auch für weitere Leistungen wie den KfW Studienkredit oder BAföG-Zahlungen. Abschließend zeigen wir dir auf, welche Leistungen problemlos miteinander kombinierbar sind und wo du mit Einschränkungen rechnen musst.

 

 

Kindergeld – wer hat Anspruch darauf?

Kindergeld ist eine staatliche Leistung, die jedem Kind in Deutschland von der Geburt an bis zum Erreichen der Volljährigkeit zusteht. Das Kindergeld wird den Eltern ausgezahlt, um die Erziehung ihres Nachwuchses finanziell zu sichern. Bei Studenten oder Kindern in der Ausbildung wird Kindergeld unter bestimmten Voraussetzungen auch noch mit Erreichen der Volljährigkeit gezahlt. Gezahlt wird bis zu deinem maximal 25. Lebensjahr.
Seit 2010 erhalten Eltern für ihr erstes sowie zweites Kind monatlich 184 Euro ausgezahlt. Das dritte Kind wird mit 190 Euro gefördert, für jedes weitere Kind zahlt der Staat monatlich 215 Euro aus. Ansprüche auf diese Zahlungen können entfallen, z.B. wenn du mehr als 20 Stunden in der Woche arbeitest und deshalb als erwerbstätig giltst.

 

Wo Kindergeld beantragt werden muss

Um Kindergeld zu erhalten, muss dieses über einen speziellen Antrag bei der Kindergeldkasse angefragt werden. Diese befindet sich üblicherweise in der Agentur für Arbeit deiner Stadt oder Gemeinde. Wenn deine Eltern Beamte sind oder im öffentlichen Dienst arbeiten, muss der Antrag an den Arbeitgeber gestellt werden.

 

Kindergeld über das 25. Lebensjahr hinaus – ist dies möglich?

Grundsätzlich war es möglich, sich die Zeiten bei der Bundeswehr bzw. im Zivildienst auf die Fristen beim Kindergeld anrechnen zu lassen. Wer beispielsweise einen Zivildienst von einem Jahr absolvierte, konnte auch noch bis zum 26. Lebensjahr Kindergeld beziehen. Da diese Regelung nicht für den neu eingeführten Freiwilligendienst gilt, sind mit jedem Jahr immer weniger junge Menschen von dieser Fristverlängerung betroffen.

 

Welche Nachweise für das Kindergeld vorliegen müssen

Bis zum 18. Lebensjahr müssen keine gesonderten Nachweise erbracht werden. Hiernach musst du belegen, dass du dich tatsächlich in einer weiterführenden Ausbildung wie einem Studium befindest. Der Familienkasse muss mit jedem Semester aufs Neue eine Studienbescheinigung eingereicht werden, damit diese deinen Anspruch erkennen. Gehaltsnachweise o.ä. musst du nicht vorlegen, allerdings musst du offen und ehrlich Informationen zu deinem Einkommen aus Studentenjobs mitteilen.

 

Kann ich als Kind selbst Kindergeld beantragen?

Grundsätzlich soll das Kindergeld den Eltern dabei helfen, ihren eigenen Nachwuchs finanziell gesichert heranzuziehen. Den Anspruch auf Kindergeld besitzen also üblicherweise deine Eltern und nicht du. Allerdings gibt es Ausnahmesituationen, in denen du selbst den Antrag auf Kindergeld stellen kannst. Dies gilt beispielsweise, wenn deine Eltern getrennt leben und ein Elternteil kommt seinen Unterhaltszahlungen nicht oder nur selten nach. Auch wenn deine Eltern dir bereits einen Unterhalt für eine Ausbildung gezahlt haben und mittlerweile nicht mehr unterhaltspflichtig sind, kannst du den Antrag selbst stellen. Detaillierte Informationen hierzu erhältst du bei der Familienkasse vor Ort!

 

 

Wann habe ich einen Anspruch auf Unterhalt?

Allgemein bedeutet Unterhalt eine Zahlung oder ähnliche Leistungen, die dir dein Leben finanziell sichern sollen. Der Begriff wird in verschiedenen Zusammenhängen verwendet, meistens jedoch, wenn es zur Trennung der Eltern kommt und das Wohl des Kindes finanziell gewährleistet werden soll. Leben deine Eltern also in Trennung und du wohnst z.B. bei deiner Mutter, hat dein Vater eine Unterhaltungsleistung zu zahlen. Diese unterstützt dich und deine Mutter als sprichwörtlicher Lebensunterhalt und ist in ihrer Höhe gesetzlich festgeschrieben.

Hier findest du den Antrag auf Unterhalt

 

In welchen Fällen dir ein Unterhalt zusteht

Unterhalt wird Kindern bis zur Volljährigkeit gezahlt, wenn die Eltern nicht mehr zusammenleben. Die Zahlungen werden länger gewährt, wenn du eine berufliche Ausbildung oder ein Studium absolvierst. Dein Alter und die Höhe des Einkommens spielen in die Höhe des Unterhaltes entscheidend mit ein, allerdings hängt es von ihnen nicht ab, ob du überhaupt Unterhalt beziehen darfst. Bei Studenten und anderen volljährigen Kindern werden die Unterhaltsleistungen stets bar ausgezahlt, da kein Bedürfnis mehr zur eigentlichen Erziehung oder Pflege des Kindes besteht.

 

Wie wird der Unterhalt berechnet?

Die Höhe deines Unterhalts ergibt sich nach der sogenannten Düsseldorfer Tabelle. Diese gibt einen festen monatlichen Betrag von aktuell 670 Euro (Stand: 2013) an, der dir als Unterhalt zusteht. Außerdem gibt die Tabelle einen sogenannten Freibetrag an, der als Selbstbehalt bezeichnet wird und sich auf das unterhaltspflichtige Elternteil und sein Einkommen bezieht. Aktuell liegt der Selbstbehalt bei 1.200 Euro, die als monatliches Einkommen unberührt bleiben und dem Elternteil nicht genommen werden. Nicht in den Unterhaltszahlungen berücksichtigt sind Studien-Gebühren oder die Zahlungen in die Kranken- und Pflegeversicherung.

Hab ich als Kind selbst Anspruch auf Unterhalt?

Anders als bei anderen Leistungen wie dem Kindergeld ergebensich die Ansprüche auf Unterhalt stets für dich selbst. Üblicherweise werden diese trotzdem an dein Elternteil ausgezahlt, falls du noch minderjährig bist und kein eigenes Konto hast. Dies kann sich allerdings als Student ändern, so dass du selbst Ansprüche auf die finanzielle Förderung hast. Übrigens sind im Falle des Studenten beide Elternteile zu einem Unterhalt verpflichtet, unabhängig davon, ob du noch bei einem Elternteil wohnen solltest. Der sich ergebene Anspruch reduziert sich in vielen Fällen jedoch deutlich, z.B. wird das Kindergeld stets auf deine Unterhaltsansprüche angerechnet.

Was ist zu tun, wenn kein Unterhalt gezahlt wird?

Theoretisch kann es passieren, dass du keinen Unterhalt von einem oder beiden Elternteilen gezahlt bekommst, da beispielsweise ihr Einkommen nicht hierfür ausreicht. Sollten beide Eltern zusammenwohnen und dich bei deinem Studium unterstützen, stehen dir ebenso keine gesonderten Unterhaltszahlungen zu. In diesem Fall musst du dich um eine andere Form der Finanzierung deines Studiums bemühen, typische Alternativen sind das Beantragen von BAföG oder der Abschluss eines KfW Studentenkredits.

 

 

Wohnkostenzuschuss – wann kann ich auf die staatliche Unterstützung hoffen?

Der Wohnkostenzuschuss ist im Sozialgesetzbuch II niedergeschrieben und speziell zur Unterstützung von Auszubildenden und Studenten gedacht. Der Zuschuss wird dann gewährt, wenn andere Formen der Ausbildungsförderung nicht dafür ausreichen sollten, deine Miet- und Nebenkosten in vollem Umfang zu decken. Hierdurch soll zugesichert bleiben, dass du nicht dein gesamtes Geld, z.B. aus Unterhaltszahlungen oder BAföG-Leistungen, komplett für deine Wohnsituation ausgeben musst.

 

Wer erhält unter welchen Voraussetzungen den Wohnkostenzuschuss?

Für den Erhalt des Wohnkostenzuschusses müssen relativ viele Voraussetzungen erfüllt sein. Zunächst musst du bei deinen Eltern wohnen, wobei ihre Unterhaltszahlungen an dich nicht zur Deckung deiner Wohnkosten ausreichen dürfen. Sollten deine Eltern allerdings über ein sehr geringes Einkommen verfügen, stehen ihre Ansprüche auf Wohngeld vor dem Wohnkostenzuschuss.

Außerdem ist die Zahlung nur dann üblich, wenn du bereits BAföG erhältst und somit deutlich machst, dass du für deine Ausbildung eine finanzielle Förderung benötigst.

In welcher Höhe wird der Wohnkostenzuschuss gewährt?

Der Wohnkostenzuschuss wird individuell nach deinen Bedürfnissen berechnet. Hierbei wird zunächst geschaut, wie hoch dein monatlicher Grundbedarf ist, was sich aus deiner Lebenssituation und der Anzahl der Haushaltsmitglieder in deinem Elternhaus ergibt. Von diesem Grundbedarf wird die Summe der Förderleistungen abgezogen, die du bereits als BAföG-Empfänger erhältst. Der verbleibende Restbetrag wird dir als Wohnkosten-Zuschuss ausgezahlt. Im Höchstfall bekommst du 151 Euro im Monat gewährt, bei einem geringen Bedarf oder höheren BAföG-Leistungen fällt dieser Zuschuss kleiner aus.

 

Wo ist der Wohnkostenzuschuss zu betragen?

Je nach Stadt oder Gemeinde ist dies verschieden. In den meisten Fällen kannst du den Wohnkostenzuschuss bei der Agentur für Arbeit beantragen, ansonsten bei einem anderen Träger für Sozialleistungen. Der Antrag auf Wohnkostenzuschuss wird stets von der Einrichtung bearbeitet, die auch für die Zahlung von Arbeitslosengeld und ähnlichen Sozialleistungen zuständig ist. Natürlich musst du bei der Antragsstellung deine finanzielle Situation offenlegen und Informationen rund um deine BAföG-Zahlungen sowie die Wohnsituation in deinem Elternhaus bereitstellen. Aussicht auf Gewähr des Wohnkostenzuschusses hast du übrigens nur dann, wenn es tatsächlich Wohnkosten gibt, die nicht durch deine finanziellen Verhältnis gedeckt werden können.

Hier findest du einen passenden Wohngeld-Antrag

 

 

Kindergeld, Unterhalt, Wohnkostenzuschuss? Kombinierbar?

Das Studentenleben wird immer teurer, weshalb das Interesse an verschiedenen Fördermaßnahmen und Zuschüssen wächst. Sicherlich hast du auf dieser Webseite einige Arten von Zuschüssen kennen gelernt, die dich interessieren und zu deiner Lebenssituation passen. Grundsätzlich kannst du viele von ihnen zeitgleich beantragen und die Leistungen miteinander kombinieren, um so dein Studium auf Basis vieler verschiedener Zuschüsse zu finanzieren. Bei manchen unserer beschriebenen Leistungen gibt es allerdings Einschränkungen, so dass du nicht sämtliche Förderungen zeitgleich im vollen Ausmaß ausnutzen kannst. Im Folgenden wollen wir dir kurz eventuelle Abhängigkeiten zeigen und aufführen, welche Zuschüsse du unabhängig voneinander beantragen kannst.

 

Zuschüsse, die nicht aneinander gekoppelt sind

Leistungen wie BAföG und der KfW Förderkredit wurden von uns neben anderen Zuschüssen bereits ausführlich behandelt. Beide kannst du zeitgleich beantragen, ihre Leistungen werden beim jeweils anderen Förderprodukt nicht angerechnet. Auch Unterhaltszahlungen sowie das Kindergeld stehen dir in jedem Fall zu, sofern du dich noch in deiner ersten Ausbildung befindest und nicht als erwerbstätig giltst. Diese Zahlungen, die gesetzlich festgeschrieben sind, bleiben auch bei BAföG & Co. unberücksichtigt. Ebenfalls problemlos anrechnen kannst du die Werbekostenpauschale bei deiner jährlichen Steuererklärung. Schließlich geht es bei ihr um einen steuerlichen Vorteil, der nichts mit den Zuschüssen aus dem gesetzlichen Sozialversicherungssystem zu tun hat.

 

In welchen Fällen das Kombinieren von Zuschüssen schwierig wird

Die Kombination des Wohnkostenzuschusses mit anderen Zuschüssen gestaltet sich schwierig. Zum einen wird verpflichtend für diesen Zuschuss vorausgesetzt, dass du BAföG beziehst, zum anderen werden andere Zuschüsse zunächst angerechnet. Beispielsweise wird geprüft, ob du genügend Unterhalt von deinen Eltern erhältst und ob dieses Geld nicht bereits zur Deckung deiner Wohnkosten ausreicht. Für Schüler in der Oberstufe mit Wohnsitz bei den Eltern wird der Zuschuss deshalb nicht gewährt, da ihnen auch keine BAföG-Leistungen zustehen.

In sämtlichen Fällen von staatlichen Zuschüssen spielt natürlich auch die Höhe deines Einkommens eine Rolle. Da sich bei allen Zuschüssen unterschiedliche Höchstsätze oder Freibeträge ergeben, ergibt sich ein uneinheitliches Bild. Mit einer bestimmten Einkommenshöhe kann es z.B. sein, dass du Ansprüche auf Kindergeld oder den Wohnkostenzuschuss verlierst, allerdings dann erst richtig vom Absetzen deiner Werbungskosten profitierst. Die genauen Umstände sind natürlich im Einzelfall zu prüfen.

 

 

 

Einnahmen und Ausgaben als Student


Sich ein Studium selbst zu finanzieren mit Wohnung, Versorgung und allen sonstigen anfallenden Kosten ist kostenintensiv. Wie kostenintensiv merkst du vielleicht erst, wenn du dann plötzlich alleine wohnst.
Um dir einen guten Überblick zu verschaffen, welche Kosten auf dich zu kommen (könnten), haben wir für dich einen kleinen Ratgeber zum Thema Ausgaben zusammengestellt. Du wirst sehen, dass dort Ausgaben auftauchen, mit denen du mit Sicherheit nicht gerechnet hast.

Aufbauend auf dem Ratgeber haben wir für dich eine Checkliste für deine Ausgaben zusammengestellt. Je nach dem welche Ausgaben du in welchen Bereichen deines Lebens hast, kannst du hier sehr genau deine monatlichen Ausgaben übersichtlich darstellen.

Download: Checkliste für den Ausgaben-Überblick

Wenn du deine Einnahmen bereits im Kopf hast, kannst du auch die Checkliste für Einnahmen und Ausgaben benutzen. Sie ist eine Erweiterung der Ausgaben-Checkliste. Hast du deine Einnahmen noch nicht im Kopf, kannst du dich auch ganz einfach hier informieren, welche Möglichkeiten du hast, dir dein Studium zu finanzieren. Als weitere Hilfe haben wir deshalb eine Checkliste, bei der du super einen Überblick über deine Einnnahmen bekommst.

Download: Checkliste für den Überblick deiner Einnahmen

Hast du Einnahmen und Ausgaben im Kopf kannst du sie perfekt mit unserer Haushaltscheckliste vergleichen. Sind deine Ausgaben höher, als deine potentiellen Einnahmen, musst du dir natürlich Gedanken machen.

Download: Checkliste für deine Haushaltsplanung

 

 

 

Wie viel kostet mich ein Studium in München?

Studieren in München hat seinen Preis. Vor allem wenn du nicht zu Hause wohnst, sondern eine Wohnung in München oder der Umgebung suchen musst. Welche Kosten wirklich auf dich zukommen, siehst du meistens erst, wenn du dich dann tatsächlich im Studium befindest. Miete ist abgebucht und der Rest gehört dir zum Leben? Von wegen! Wir zeigen dir, auf welche Kosten du dich schon einmal einstellen musst, woran du jetzt vielleicht noch nicht denkst. 30 Euro für den Handyvertrag im Monat. Klingt nicht spektakulär. Addiert man 30 Euro für Internet und Telefon und 20 Euro für das Fitnessstudio um die Ecke hinzu, seid ihr plötzlich schon bei 80 Euro. Ganz nach dem Motto: Kleinvieh macht auch Mist.

 

 

Studium

Studiengebühren und Solidarbeitrag: Die Studiengebühren sind abgeschafft. Juhu, das Studium ist umsonst. Wirklich umsonst? Nein! Zwar sind die Studiengebühren tatsächlich abgeschafft in Bayern, ganz für lau kannst du jedoch nicht an staatlichen Hochschulen studieren. Ein Grundbeitrag von 52 Euro, sowie der Solidarbeitrag für das Semesterticket von 59 Euro sind verpflichtend. Der Solidarbeitrag für das Semesterticket berechtigt dich allerdings nur die Verkehrsmittel der MVG von 18 – 6 Uhr morgens und an Samstagen, sowie Sonntagen und Feiertagen zu nutzen. Zu den Kernzeiten unter der Woche, also von 6 bis 18 Uhr, wenn du zur Hochschule musst, brauchst du ein Ticket. Das Semesterticket.

Das optionale Semesterticket: Kostenpunkt: 141 Euro pro Semester. Es kann natürlich sein, dass du nur 100 m von deiner Hochschule entfernt wohnst. Dann kannst du dir diese 141 Euro freilich sparen. Dennoch ist es ein gutes Angebot, denn du kannst das komplette Nahverkehr-Netz der MVG nutzen für einen verhältnismäßig sehr geringen Betrag.

Lernmaterial: Somit kommen wir auf 252 Euro pro Semester. Dazu kommt Lektüre und Lernmaterial, was ihr so fürs Studium braucht. Das variiert jedoch von Studiengang zu Studiengang. Wir gehen jetzt einfach einmal von 30 Euro pro Semester aus, da die Bibliotheken euch auch das ein oder andere Buch zur Verfügung stellen. Zusammengerechnet kommen wir somit auf 282 Euro umgeschlagen auf 6 Monate sind das 47 Euro.

Fazit: Das Studium kostet dich immer noch rund 50 Euro im Monat.

 

 

Wohnen in München

Viele von euch wollen mit dem Studium sicherlich einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Und die eigene Bude ist sicherlich ein Teil davon. Doch alleine zu wohnen ist teuer. Vor allem in München. Und denk dabei nicht nur an die Miete. Da sind auch andere versteckte Kosten, an die du vielleicht gerade nicht denkst.

Miete: Doch zunächst mal zur Miete. Wenn ihr in einem Studentenwohnheim unterkommt, kannst du dich glücklich schätzen. Die Mieten liegen dort zwischen 170 und 320 Euro. Mit Sicherheit die kostengünstigste Variante. Für ein WG-Zimmer oder eine Einzelwohnung wirst du mit mindestens 400 Euro (warm) rechnen müssen. Günstiger kommt man in München nur sehr selten weg, deshalb solltest du dir gar nicht erst irgendwelche Illusionen machen.

Rundfunkbeitrag: Seit 2013 gibt es keine GEZ-Gebühren mehr. Das nennt sich jetzt Rundfunkbeitrag und der ist für jeden Haushalt einmal verpflichtend zu zahlen. Bedeutet: 17,98 Euro pro Haushalt im Monat. In einer WG muss den Beitrag nur eine Person für den gesamten Haushalt zahlen. Die restlichen Mitbewohner können sich von dem Rundfunkbeitrag befreien. Wohnt du jedoch alleine wohnst, wirst du um die 18 Euro im Monat nicht drum herum kommen. Wenn du BAföG beziehst, kannst du dich allerdings von dem Rundfunkbeitrag befreien lassen.

Stromkosten: Stromkosten sind auch kein unwesentlicher Betrag. Durchschnittlich musst du für einen 1-Personen-Haushalt etwa 560 Euro im Jahr berappen. Ein 2-Personen Haushalt verbraucht durchschnittlich 810 Euro Stromkosten und ein 3-Personenhaushalt 1060 Euro. In einer 2er-WG musst du also mit rund 30 Euro im Monat rechnen.

Internet und Telefon: Vielleicht kommst du auch ohne Internet und Telefon aus. Wenn nicht, musst du dir einen Vertrag suchen, der deinen Vorstellungen entspricht. Internet und Telefon ist heutzutage ein gewisser Standard. Und der kostet euch pro Haushalt etwa 20 – 30 Euro im Monat.

Anwohnerschein: Solltest du ein Auto haben, jedoch keine Garage, wirst du, soweit du in München wohnst, einen Anwohnerschein brauchen. Dieser erlaubt dir das Parken in dem Gebiet deines Wohnsitzes. Der Anwohnerparkschein kostet 30 Euro jährlich.

Fazit: Je nachdem wie viel du für die Miete berappen musst, wirst du mit 200 – 470 Euro rechnen müssen. Im Studentenwohnheim kommst du deutlich günstiger weg, da die Wohnungsmieten niedriger und Nebenkosten bereits enthalten sind.

 

 

Lebensmittel und Versorgung

Wenn du nicht mehr im Hotel Mama wohnst, wirst du schnell merken, dass Lebensmittel und vor allem Kosmetikartikel, sowie Reinigungsmittel ordentlich ins Geld gehen. Und Kleidung benötigst du mit Sicherheit auch.

Lebensmittel: Die 2-Euro Tiefkühlpizza wird dir spätestens nach zwei Wochen gehörig auf die Nerven gehen. Wenn du sparsam lebst und clever einkaufst, du dich aber trotzdem gesund ernähren willst, musst du 150 Euro in etwa monatlich einkalkulieren.

Kosmetik-, Reinigungs- und Waschmittel: Kosmetikartikel unterschätzt man gerne. Doch Duschgel, Deo, Creme und Klopapier summieren sich mit der Zeit. Und mit 10 Euro monatlich bist du allemal dabei. Reinigungs- und Waschmittel sind unumgänglich bei einer eigenen Wohnung. Plan lieber einmal 5 Euro dafür im Monat mit ein.

Kleidung: Zuletzt gehört zu deiner Versorgung auch Kleidung. Mit 30 Euro monatlich solltest du überschlagen aufs Jahr als Durchschnittswert hinkommen.

Fazit: Damit wärst du für Lebensmittel, Kosmetikartikel, Reinigungs- und Waschmittel und Kleidung bei rund 200 Euro.

 

 

Kosten lauern auch bei der Gesundheit

Krankenversicherung: Wenn du im Monat mehr als 385 Euro verdienst, benötigst du eine eigenständige Krankenversicherung und kannst nicht mehr die Familienversicherung beanspruchen. Eine studentische Krankenversicherung kostet um die 80 Euro monatlich. Wenn du allerdings nur einem Minijob nachgehst, kannst du 450 Euro monatlich beziehen, ohne eine eigenständige Versicherung abschließen zu müssen.

Arzneikosten: Medikamente kosten Geld. Und du solltest bedenken, dass du dir schnell mal eine Erkältung einfangen kannst und dann womöglich Antibiotika oder andere Medikamente benötigst.
Fazit: 80 Euro für eine eigenständige Versicherung, musst du ab einem bestimmten Einkommen monatlich einkalkulieren. Arzneikosten sind doch sehr unterschiedlich bei jedem Einzelnen.

 

 

Ein Auto ist eine tolle Sache, aber nicht ganz billig

KFZ Versicherung: Dir reichen öffentliche Verkehrsmittel nicht? Du hast ein Auto? Dann hast du da auch Kosten, die auf dich zu kommen. Das beginnt mit einer KFZ-Versicherung. Wie viel deine KFZ-Versicherung kostet lässt sich schwer einschätzen. Das kommt auf deinen Auto-Typ an und auf deine Prozente. Wir nehmen hier einfach mal an, dass du als Studierender einen Kleinwagen hast. Mit mindestens 600 Euro im Jahr solltest du rechnen.

PKW Steuer: Dein Auto-Typ hat ebenfalls Einfluss auf die PKW-Steuer. Ab 70 Euro beginnt diese in etwa für das Jahr gesehen.

Benzin: Fahren wird dein Wagen jedoch mit Benzin, weshalb wir nochmal 50 Euro monatlich draufschlagen.

Anwohnerschein: Siehe Rubrik „Wohnen“.

Fazit: Hast du ein Auto und willst es auch nutzen, musst du monatlich mindestens 100 Euro einkalkulieren.

 

 

Freizeitgestaltung neben dem Studium

Deine Freizeitgestaltung wird dich ebenfalls einiges kosten. Jeden Tag Serien im Fernsehen zu schauen wird mit der Zeit langweilig. Und nur lernen willst du ja sicherlich auch nicht.

Handy: Den Anfang macht euer Handy. Wenn ihr sparsam seid kommt ihr mit einem Handyvertrag aus, der um die 15 Euro monatlich kostet. Realistisch sind jedoch eher 25 – 30 Euro im Monat.

Sport: Ein weiterer Kostenfaktor könnte sich ergeben, wenn du gerne Sport betreibst. In München gibt es beispielsweise den Zentralen Hochschulsport. Dieser bietet dir die Möglichkeit, kostengünstig unterschiedliche Sportarten auszuprobieren. Mit 7,50 Euro pro Semester kannst du bereits die kostengünstigste Marke erwerben. Legst du 15 Euro drauf, kannst du die Schwimmhallen nutzen. Eine Mitgliedschaft in einem Sportverein kostet dich im Normalfall auch etwas. In Fußball- oder Tennis-Vereinen müsst ihr mit etwa 100 Euro jährlich rechnen. Teurer kommt euch die Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio. Unter 20 Euro im Monat wirst du kein Studio finden.

Der Rest: Zu guter Letzt bist du natürlich jung und solltest dein Leben genießen. Dazu gehören Kino- und Restaurant-Besuche oder lange Partynächte. Mit unserer Haushaltskosten-Checkliste kannst du all deine Ausgaben überschaubar darstellen, ohne dass plötzlich böse Überraschungen auftauchen.

 

 

Zusammenfassung

Wie du siehst, kommen einige Ausgaben auf dich zu. Ob sie tatsächlich so hoch ausfallen wie hier beschrieben, ist nicht immer der Fall. Jedoch solltest du dir bewusst sein, dass 700 Euro monatlich schnell zusammen kommen, ohne dass du sonderlich großspurig lebst. Im Folgenden siehst du eine kurze Zusammenfassung der eben ermittelten Schätzwerte. Der Punkt Freizeit ist dabei nicht berücksichtigt. Du kannst dir nun überlegen, wie viel du an Einnahmen generieren musst, um dir den Lebensstandard zu sichern, den du haben willst.

Gesamt:630 - 900 Euro
Studium:50 Euro
Wohnen:200 - 470 Euro
Lebensmittel und Versorgung:200 Euro
Gesundheit:80 Euro
Auto:100 Euro

 

 

 

Freizeitgestaltung als Student in München


 

Sport und mehr


 

 

Der zentrale Hochschulsport (ZHS)

Der Zentrale Hochschulsport der TU München ist eine Einrichtung für dich, welche allgemeinen, freiwilligen studentischen Breiten- und Wettkampfsport an den Hochschulen in München, Freising und Landshut anbietet und fördert. Über 100.000 Studierenden und über 16.000 aktiven Teilnehmer pro Semester kann der Zentrale Hochschulsport München vorweisen und ist damit die größte Hochschulsporteinrichtung in Deutschland

Das bietet der Zentrale Hochschulsport in München
600 Einzelveranstaltungen pro Semester
100 verschiedene Sportangebot
11 Sporthallen
15 Fußballplätze
7 Beachvolleyballfelder
1 Kletterturm
Tennisanlage mit 22 Plätzen
1 Golfübungsanlage
Trainingsbecken der Olympiaschwimmhalle
Wassersportplatz am Starnberger See (Segeln, Surfen)
Teilnutzung der Olympia-Regatta-Anlage (Kanu, Rudern)
Die Bayerischen Alpen (Bergsport, Wintersport)
Übungsstätten für das örtliche Sportangebot in Freising und Landshut
breitensportliche Aktivitäten sowie Teilnahme für leistungsorientierte Studierende an nationalen und internationalen Hochschulmeisterschaften

 

Wie kann ich das Angebot des ZHS nutzen?

Je nachdem, welche der folgenden Sportangebote du nutzen möchtest, musst du bestimmte Marken buchen. Die Semestermarken musst du dir dann nach dem Buchen abholen und schon kannst du das ZHS-Sportangebot nutzen.

Veranstaltungen in der Schwimmhalle (Kurse und freies Schwimmen) Marke S

Alle übrigen Hochschulsportveranstaltungen Marke H

Benutzung des Lehrstudios Marke H + F

Benutzung der Kletteranlagen Marke H + K

 

Die Preise der Semestermarken:

 
Studierende staatl. Hochschulen
Studierende nichtstaatl. Hochschulen
Marke H7,50 €12,50 €
Marke S15,00 €15,00 €
Marke F30,00 €30,00 €
Marke K 30,00 €30,00 €

 

Wie komme ich an die Marken ran?

1. Schritt: Zunächst musst du deine Marken buchen
2. Schritt: Semestermarken abholen

 

Was brauche ich beim Abholen meiner Semestermarke?

• Online-Buchungsbestätigung
• Studentenausweis (Studentcard)
• Lichtbildausweis
• Passbild (Mindestgröße 2,5 x 4,0 cm) neueren Datums (keine Kopie!)

 

Wo kann ich meine Semestermarke abholen?

• TUM Campus im Olympiapark, Connollystraße 32
• Hochschule München (Mensa Lothstraße, Lothstraße 13 d)
• Ludwig-Maximilians-Universität (Schellingstraße 3, Vordergebäude, Foyer)
• Technische Universität München – Stammgelände (Arcisstraße 21, Immatrikulationshalle)
• Technische Universität München – Garching (Fakultätsgebäude Maschinenwesen)
• Hochschulsport Freising, Verw.geb. Weihenstephan, Sekretariat Hochschulsport, Zi. 103, 1.OG
• FH Landshut

Öffnungszeiten findest du hier.

 

 

Mobil bleiben in München


 

Auto, Fahrrad oder Bahn – das bietet dir München

Wenn du erst einmal in München wohnst, möchtest du mit Sicherheit mobil sein. Und in München mit dem Auto unterwegs zu sein, wird dich relativ schnell nerven. Deshalb solltest du dich um alternative Fortbewegungsmittel kümmern. Wir haben dir mal ein paar Möglichkeiten zusammengestellt:

 

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des MVV kommst du besonders in der Münchner Innenstadt sehr schnell von A nach B. Als Student kannst du sehr kostengünstig ein Semesterticket kaufen, dass dir eine uneingeschränkte Nutzung des gesamten MVV-Netzes ermöglicht.

Bike-Sharing

Mit dem Fahrrad ist man vor allem in der Münchner Innenstadt gut unterwegs. Wenn du aber kein eigenes Fahrrad möchtest, aus welchen Gründen auch immer, gibt es für dich trotzdem die Möglichkeit, ein solches zu nutzen: Die Lösung nennt sich Bike-Sharing.

 

 

Call a Bike
Call a Bike – ein Service der deutschen Bahn

Bei „Call a Bike“ handelt sich um einen Service der Deutschen Bank, bei welchem im Münchner Ballungsraum Fahrräder postiert sind. Mittels einer App kannst du dir die genauen Aufenthaltsorte von den unbenutzten Bikes anzeigen lassen und daraufhin welche in der Nähe problemlos nutzen. Nach der Nutzung verlässt du das Fahrrad wieder am Zielort, wodurch es wieder für jemand anders verfügbar ist.

 

Die Preise: Als Student hast du auch hier mal wieder deine eigenen Tarife, mit welchen du dir Geld sparen kannst. Du kannst zwischen dem Grund- und dem Pauschal-Tarif entscheiden.

 

 

 

 

 

 

 So funktioniert es:

1. Schritt: Du musst dich zunächst als Call a Bike-Kunde registrieren

2. Schritt: Android- oder iPhone-Applikation herunterladen

3. Schritt: Fahrrad in deiner Nähe suchen, rot umrandete Telefonnummer anrufen, 4-stelligen Öffnungscode erhalten und Schloss entsperren

4. Schritt: Fahrrad an der nächstgelegenen Kreuzung innerhalb des Kerngebietes abstellen und Sperrknopf rechts am Fahrradschloss drücken

 

 

DruckNextbike.de

Das Fahrradverleihsystem von nextbike bietet wie Call a Bike Mietfahrräder, die über Hotline-Anruf, App oder am Stationsterminal ausgeliehen werden können.

 

 

 

 

 

 

So funktioniert es:

1. Schritt: Du musst dich zunächst als nextbike-Kunde registrieren

2. Schritt: Android- oder iPhone-Applikation herunterladen

3. Schritt: Anmeldung online, an den elektronischen Stationsterminals, über die Hotline, bei Kooperationspartnern oder via App und Fahrrad-Schloss mit mitgeteilten Code öffnen

4. Schritt: Rückgabe erfolgt nur an offiziellen nextbike-Stationen. Rückgabe über die Hotline, am Terminal oder per App bestätigen

 

 

 

Car-Sharing

Möchtest du letztendlich doch nicht auf ein Auto verzichten, dir aber kein eigenes zulegen, bietet sich Car-Sharing an. Hier hast du die vier führenden Anbieter im Vergleich. Bei jedem Anbieter gibt es bestimmte Spartarife oder Zusatzkosten, wie beispielsweise bei Verlust von Member-Cards oder Schlüsseln. Eine erste Orientierung bekommt ihr dabei jedoch allemal.

 

Anmeldegebühr
19,00 Euro
0,00 Euro
19,00 Euro
Fahren/Min
ab 0,29 Euro
0,31 Euro
Parken/Min
ab 0,19
0,10 Euro
Fahren/h
ab 14,90 Euro
von 22 - 8 Uhr ab 0 Euro

von 8 bis 22 Uhr ab 1,50 Euro
Monatliche Gebühr
10,00 Euro
Versicherung
vollkaskoversichert

Selbstbehalt 500 Euro
vollkaskoversichert

Selbstbehalt 1.500 Euro
vollkaskoversichert

Selbstbehalt 750 Euro




Pendeln mit Mitfahrgelegenheiten

Stell dir vor, du studierst in München, möchtest aber deine Familie übers Wochenende zuhause, wo du eigentlich herkommst, besuchen? Du hast aber kein Auto und auf Die Bahn keine Lust? Kein Problem. Nutze doch einfach eine Mitfahrgelegenheit. Noch nie war es so einfach, eine Fahrgemeinschaft zu finden. Auf diversen Internetportalen kannst du nach Mitfahrgelegenheiten suchen oder eben Inserate dafür aufgeben.

 

Wir geben dir einen kleinen Überblick:

Fahrgemeinschaft.de

Rund 130.000 registrierte Benutzer
3,4 Mio. Inserate
kostenloses Portal
Mitfahrgelegenheit.de
Deutsche Plattform von carpooling.com

Monatliche Vermittlung von 1,3 Mio. Menschen
Über 5 Mio. registrierte Nutzer
45 Länder
Zusätzlich Vermittlung von Bus- und Bahnfahrkarten sowie Flugtickets
Bei Strecken über 100 km müssen die Fahrer Gebühren zahlen
BlablaCar.de

3 Mio. Mitglieder
10 Länder
Monatliche Vermittlung von 550.000 Menschen
Fahrer muss pro Mitfahrer einen Betrag an Blablacar zahlen
Flinc.de

Kostenlos
500.000 Angebote im Jahr
Spontane Fahrten und automatische Vermittlung in Echtzeit
Integriert in Navigation

 

Aber beachte: Solche Mitfahr-Portale sind natürlich inzwischen ziemlich sicher. Dennoch gibt es immer wieder Fälle, wo Sicherheitsbedingungen nicht erfüllt werden. Achte darauf, dass deine Fahrer nicht alkoholisiert sind und dass der Gurt einwandfrei funktioniert. Solltest du Bedenken haben, dass die Fahrt sicher ist, dann lass es lieber.